Wechsel im Amt des Wildtierbeauftragten im Landkreis Rastatt

Thomas Bauer folgt auf Martin Hauser

Nach mehr als sechs Jahren im Dienst als hauptamtlicher Wildtierbeauftragter des Landkreises Rastatt beendet Martin Hauser zum Jahresende 2025 seine aktive berufliche Tätigkeit. Landrat Prof. Dr. Christian Dusch und Forstamtsleiter Thomas Nissen verabschiedeten ihn und dankten ihm für seine erfolgreiche und engagierte Arbeit. Auf Martin Hauser folgt Thomas Bauer, der künftig die Aufgaben des Wildtierbeauftragten übernehmen wird.

Landrat Prof. Dr. Christian Dusch, Martin Hauser, Thomas Bauer und Forstamtsleiter Thomas Nissen. Foto: Janina Fortenbacher/LRA
v.l.n.r.: Landrat Prof. Dr. Christian Dusch, Martin Hauser, Thomas Bauer und Forstamtsleiter Thomas Nissen. Foto: Janina Fortenbacher/LRA

Hauser blickt auf eine fast 50-jährige forstliche Laufbahn zurück. Bis Ende 2019 war er Leiter des Forstreviers Rombach und betreute dort rund 1.600 Hektar Staatswald am Kaltenbronn – zunächst beim gleichnamigen Forstamt und seit 2005 im Landratsamt Rastatt. Zum 1. Oktober 2019 übernahm er die im Zuge des Jagd- und Wildtiermanagementgesetzes neu geschaffene Stelle des hauptamtlichen Wildtierbeauftragten.

In dieser Position war Hauser zentrale Ansprechperson für alle Fragen rund um Wildtierbiologie, Monitoring und Konfliktmanagement im Landkreis Rastatt – einer Region, die als Hotspot der Wildtiervielfalt gilt. Zu seinen Aufgaben gehörten unter anderem die Beratung von Behörden, Landnutzern und Bevölkerung zu Themen rund um Wildtiere und deren Management. Außerdem koordinierte er das Wildtiermonitoring und übernahm die fachliche Bewertung von Wildtierbeständen und -nachweisen. Hauser agierte auch als Vermittler bei Konflikten, insbesondere im Zusammenhang mit dem Wolf, und unterstützte bei Projekten zur Förderung der Artenvielfalt, zum Beispiel der Wiederansiedlung des Luchses. Die Öffentlichkeitsarbeit lag ihm stets am Herzen, um Wissen über Wildtierverhalten und Schutzmaßnahmen zu vermitteln.

Der Landkreis Rastatt stellt aufgrund seiner Artenvielfalt besondere Anforderungen an die Arbeit des Wildtierbeauftragten. Derzeit mindestens zwei ansässige Wölfe, die gelegentlich Schäden an Weidetieren verursachen, sorgen für hohen Abstimmungsbedarf zwischen Naturschutz, Tierhaltern und Bevölkerung. Auch das Auerwild, die mittlerweile zurückgekehrte Wildkatze und andere seltene Wildarten prägen das anspruchsvolle Aufgabenfeld.

Gleichzeitig weist der Landkreis die landesweit höchste Dichte an Luchsen auf – eine Art, die im Rahmen eines Projekts des Landwirtschaftsministeriums wieder im Schwarzwald angesiedelt wird. Dabei handelt es sich um ein „echtes Herzensprojekt“ von Hauser, wie er selbst betont. „Ich freue mich, dass ich dieses Projekt im Auftrag des Wildtierinstituts der FVA in Freiburg auch weiterhin aktiv begleiten darf.“

Mit Thomas Bauer übernimmt nun ein ebenfalls erfahrener Forstrevierleiter die Aufgaben des Wildtierbeauftragten. Er hat Hauser bereits im Laufe des vergangenen Jahres tatkräftig unterstützt. Zudem ist Bauer seit Jahren in der Ausbildung im Bereich Wildtierbiologie, Ökologie und Praktischer Jagdausübung tätig.

Landrat Prof. Dr. Christian Dusch und Forstamtsleiter Thomas Nissen, die Hauser für sein langjähriges Engagement und seine fachlich herausragende Arbeit lobten, sind sich sicher, mit Thomas Bauer einen ebenso kompetenten wie erfahrenen Nachfolger gewonnen zu haben, der die erfolgreiche Arbeit fortführen werde.