Schülerinnen setzen Zeichen gegen Gewalt und zeigen Grenzen in Beziehungen auf

Ausstellung im Landratsamt Rastatt

„Häusliche Gewalt ist keine Privatsache, sondern geht uns gesamtgesellschaftlich an“: Ausgehend von diesem Verständnis haben der Landkreis Rastatt und die Stadt Baden-Baden 2019 gemeinsam den „Runden Tisch gegen häusliche Gewalt“ eingerichtet. In dem Netzwerk arbeiten Fachkräfte verschiedener Institutionen und Anlaufstellen aus dem Landkreis Rastatt und dem Stadtkreis Baden-Baden zusammen. Ziel ist es, über häusliche Gewalt aufzuklären, Hilfsangebote sichtbar zu machen und durch Präventionsarbeit Gewalt vorzubeugen.

Schülerinnen des LWG stellen ihre Kunstwerke im Foyer des Landratsamts Rastatt aus. Foto: Janina Fortenbacher
Schülerinnen des LWG stellen ihre Kunstwerke im Foyer des Landratsamts Rastatt aus. Foto: Janina Fortenbacher

Im Rahmen des Jahresprogramms des Runden Tisches konnte das Ludwig-Wilhelm-Gymnasium Rastatt für ein kreatives Präventionsprojekt gewonnen werden. Die Ergebnisse von Schülerinnen der Jahrgangsstufe 9 sind derzeit im Foyer des Landratsamts Rastatt zu sehen.

An dem freiwilligen Workshop nahmen 18 Schülerinnen teil. Gemeinsam mit Lehrkräften aus den Bereichen Prävention und Kunst sowie der Schulsozialarbeiterin setzten sie sich außerhalb des regulären Unterrichts intensiv mit dem Thema Gewalt und persönliche Grenzen in Beziehungen auseinander.

Ausstellung "Grenzen in Beziehungen". Foto: Janina Fortenbacher
Ausstellung "Grenzen in Beziehungen". Foto: Janina Fortenbacher

Im Mittelpunkt standen Fragen nach den eigenen Vorstellungen und Bedürfnissen in Freundschaften und Partnerschaften. Dabei wurde nicht nur über Grenzüberschreitungen und den Umgang mit problematischen Situationen gesprochen, sondern auch darüber, wie respektvolle Beziehungen gestaltet sein sollten, welche Werte dabei wichtig sind und welche Verhaltensweisen keinen Platz haben dürfen.

Ziel des Projekts war es, die Jugendlichen für ihre persönlichen Grenzen zu sensibilisieren und sie darin zu stärken, selbstbewusst und achtsam mit sich selbst und anderen umzugehen. Mit ihrem Engagement setzen die Schülerinnen ein wichtiges Zeichen für Respekt, gegenseitige Wertschätzung und Grenzachtung – insbesondere unter jungen Menschen.

Die im Workshop gewonnenen Erkenntnisse wurden kreativ und künstlerisch umgesetzt. Entstanden sind ein Videoclip, der über einen QR-Code abgerufen werden kann, sowie Malereien und Skulpturen. Die Ausstellung ist noch bis Freitag, 12. Juni, im Foyer des Landratsamts Rastatt zu sehen und lädt Besucherinnen und Besucher dazu ein, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen.