Welt-Alzheimertag 2026

Demenz geht uns alle anPflegestützpunkt informiert und berät Betroffene und Angehörige

Mehr als 220.000 Menschen in Baden-Württemberg und bundesweit rund 1,9 Millionen Menschen leben mit einer Demenzerkrankung. Die meisten von ihnen sind hochbetagt. Doch auch jüngere Menschen können betroffen sein. Schätzungen der Deutschen Alzheimer Gesellschaft zufolge sind fast sechs Prozent der Menschen mit Demenz jünger als 65 Jahre.

Unter dem Motto „Demenz – (k)eine Frage des Alters“ macht der diesjährige Welt-Alzheimertag am 21. September auf die Erkrankung und die Situation von Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen aufmerksam. Rund um den Aktionstag finden bundesweit zahlreiche Veranstaltungen statt, die über Demenz informieren und dazu beitragen sollen, Verständnis zu fördern sowie Ängste und Vorurteile abzubauen.

Eine Demenzerkrankung stellt Betroffene und ihre Familien vor vielfältige Herausforderungen. Bei Menschen, die bereits in jüngeren Lebensjahren erkranken, können neben gesundheitlichen Fragen insbesondere Beruf, Partnerschaft, finanzielle Sicherheit und die Verantwortung für Kinder betroffen sein. Unabhängig vom Alter gilt deshalb: Frühzeitige Information und passende Unterstützungsangebote können wesentlich dazu beitragen, mit der Erkrankung und ihren Folgen besser umzugehen.

„Demenz betrifft nicht nur die erkrankten Menschen selbst, sondern immer auch ihr persönliches Umfeld. Umso wichtiger ist es, frühzeitig zu informieren, Unsicherheiten abzubauen und passende Unterstützung zugänglich zu machen. Mit einer guten Beratung und einem verständnisvollen Umfeld kann es gelingen, Selbstbestimmung und gesellschaftliche Teilhabe auch mit einer Demenzerkrankung möglichst lange zu erhalten“, so Philine Czasny, Leiterin der Stabsstelle Pflege des Landkreises Rastatt.

Beratung und Unterstützung im Landkreis Rastatt

Der Pflegestützpunkt des Landkreises Rastatt berät Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen neutral und kostenfrei zu Fragen der Pflege, zu Leistungen der Pflegeversicherung sowie zu Unterstützungs- und Entlastungsmöglichkeiten. Das Beratungsangebot richtet sich auch an Menschen, die erste Veränderungen bei sich oder Angehörigen wahrnehmen oder sich vorsorglich informieren möchten.

Die Diagnose Demenz bedeutet dabei nicht automatisch das Ende eines selbstbestimmten Lebens. Viele Betroffene können über lange Zeit ein selbstständiges und aktives Leben führen. Ein verständnisvolles Umfeld sowie passende Beratungs- und Unterstützungsangebote können dazu beitragen, Selbstbestimmung und Teilhabe möglichst lange zu erhalten.

Demenzwoche in Rastatt

Das Thema Demenz steht auch im Landkreis Rastatt in den kommenden Wochen verstärkt im Mittelpunkt. Im Oktober findet in Rastatt eine Demenzwoche statt, die von der Stadt Rastatt gemeinsam mit Kooperationspartnern, darunter dem Landkreis, gestaltet wird. Mit verschiedenen Angeboten soll das Wissen über demenzielle Erkrankungen weiter gestärkt werden.

Veranstaltungen

  • 22. Oktober: „Demenz: Zwischen medizinischen Fakten und menschlichen Herausforderungen“, Landratsamt Rastatt, 18 Uhr
  • 26. Oktober: „Demenz im Fokus: Wissen, Austausch, aktiv werden“, Rossi-Haus, 15 bis 19 Uhr
  • 27. Oktober: „Das Vergessen vergessen“, Stadtbibliothek, ab 15 Uhr
  • 29. Oktober: „Behinderung und Ausweis“, Landratsamt Rastatt, 18 Uhr

Weitere Information zum Programm auch unter www.rastatt.de.

Kontakt und Terminvereinbarung für eine individuelle Beratung beim Pflegestützpunkt

(Erstellt am 21. September 2026)