Waldspaziergang kann momentan etwas erdiger ausfallen

Rechts: Waldweg nach der Holzabfuhr und Instandsetzung. Fotos: Jerusha Senk/Forstamt
Klimawandel erschwert die Bedingungen
Ein entscheidender Faktor ist der Klimawandel. Während früher gefrorene Böden im Winter ideale Voraussetzungen für die Holzernte boten, bleiben diese stabilen Frostperioden heute zunehmend aus. Die Folge: weiche, nasse Böden, die unter dem Gewicht moderner Forstmaschinen schneller nachgeben. Das führt zwangsläufig zu stärkeren Beanspruchungen der Wege.
Holzernte ist nur ein Teil – die Abfuhr folgt
Was für Waldbesuchende zunächst nicht ersichtlich ist: Auch nach dem eigentlichen Holzeinschlag ist die Arbeit noch nicht abgeschlossen. Erst mit der Holzabfuhr verlassen die gefällten Stämme den Wald – meist per Lkw. Gerade diese Phase kann zusätzliche Schäden verursachen oder bestehende verschärfen. Um dies möglichst gering zu halten, werden in vielen Fällen bereits vor der Abfuhr Maßnahmen ergriffen. So wird beispielsweise Schottermaterial in besonders beanspruchte Wegabschnitte eingebracht, um die Befahrbarkeit sicherzustellen. Dennoch lassen sich Verschmutzungen und Spurrillen nicht vollständig vermeiden.
Wegepflege hat hohe Priorität
Intakte Wege sind nicht nur für die Waldbewirtschaftung unerlässlich, sondern auch für die Erholungsfunktion des Waldes von großer Bedeutung. Deshalb werden beschädigte Wege nach Abschluss der Arbeiten zeitnah instandgesetzt – sobald Witterung und Bodenverhältnisse dies zulassen.
Der Wald ist auch ein Arbeitsort – und manchmal hinterlässt Arbeit ihre Spuren. Aus diesem Grund sind Verständnis und ein wenig Geduld gefragt, wenn Wege vorübergehend ein wenig in Mitleidenschaft gezogen werden müssen.