Reallabor ÖPNV im Gewerbegebiet Rastatt Ost mit erfolgreicher Erstbilanz
Temporäre neue Bushaltestelle und angepasste Busverläufe sorgen für mehr Fahrgäste
Über den Zeitraum von vier Monaten, von November vorigen Jahres bis Ende Februar, führten das Landratsamt Rastatt, die Verkehrsgesellschaft Rastatt (VERA) und die Hochschule Karlsruhe ein sogenanntes „Reallabor ÖPNV“ im Gewerbegebiet Rastatt Ost durch. Dabei ging es um eine mögliche Steigerung der Fahrgäste im Busverkehr und die Frage, unter welchen Bedingungen Menschen bereit sind, für ihren Arbeitsweg vom Auto auf Bus und Bahn zu wechseln. Das Projekt erfolgte im Rahmen des Mobilitätspaktes Mittelbaden.
Durch das Reallabor wurden die Bedingungen im Busverkehr für die Beschäftigten vor Ort verbessert. So wurden eine neue Haltestelle sowie sechs neu gestaltete Busfahrten eingeführt. Die Erfahrungen der Nutzer werteten die Hochschulen Karlsruhe und Offenburg im Rahmen des Verbundprojekts „move.mORe – Nachhaltige Mobilität in der Oberrheinregion" aus. Die Ergebnisse im Gewerbegebiet Ost in Rastatt sollen auch zeigen, welche Maßnahmen und Strategien sich auch auf andere Gewerbegebiete übertragen lassen.
Mehr als 20 Mitarbeitende aus drei teilnehmenden Unternehmen aus dem Gewerbegebiet beteiligten sich bei dem ÖPNV-Reallabor. Für die vier Monate erhielten sie, sofern nicht bereits vorhanden, ein Deutschlandticket Job und einen Fahrplan für ihren Arbeitsweg.
Seit dem Projektstart nutzten nicht nur die ausgewählten Probanden, sondern auch viele weitere Beschäftigte im Gewerbegebiet Ost die Busse sowie die neue Haltestelle. Sie fuhren häufiger mit Bus und Bahn. In manchen Wochen nutzten nur noch halb so viele ein Auto für den Arbeitsweg.
Aufgrund der positiven Erstbilanz soll das Reallabor nun in eine zweite Projektphase gehen und die verbesserten Nahverkehrsangebote noch bis Ende Juni dieses Jahres bestehen bleiben. Ab Sommer ist dann mit einem Fahrplanwechsel zu rechnen, über den rechtzeitig informiert werden wird.