Feuerwehr-Leistungsabzeichen 2026 erfolgreich absolviert
Extreme Temperaturen, anspruchsvolle Prüfungen und ein historischer Wechsel an der Spitze des Schiedsrichterteams haben die diesjährige Abnahme der Feuerwehr-Leistungsabzeichen im Landkreis Rastatt und im Stadtkreis Baden-Baden geprägt. Trotz der besonderen Herausforderungen konnten die angemeldeten Feuerwehrgruppen ihre Prüfungen erfolgreich absolvieren und die Abzeichen entgegennehmen.
Extreme Hitze fordert Umplanung
Ursprünglich war die zentrale Abnahme für den 27. Juni 2026 vorgesehen. Aufgrund einer extremen Hitzewelle entschieden die Verantwortlichen jedoch kurzfristig, den Termin aus Fürsorgegründen abzusagen. Insbesondere für Atemschutzgeräteträger und Einsatzkräfte, die die Prüfungen in vollständiger und schwerer Schutzkleidung absolvieren müssen, hätten die hohen Temperaturen eine erhebliche körperliche Belastung bedeutet.
Damit der monatelange Trainingsaufwand der angemeldeten Gruppen dennoch nicht vergeblich war, reagierte das Landratsamt Rastatt flexibel: Statt eines zentralen Abnahmetages wurden vier separate Nachholtermine unter deutlich erträglicheren Bedingungen organisiert.
Anspruchsvolle Prüfungen unter strengen Vorgaben
Die Leistungsabzeichen der Feuerwehren werden nach den Vorgaben der Landesfeuerwehrschule abgenommen und stellen hohe Anforderungen an die Einsatzkräfte. Gefordert sind sichere und präzise Abläufe ebenso wie Teamarbeit, Fachwissen und das Beherrschen der Einsatzgrundsätze. Beim Leistungsabzeichen in Bronze galt es unter anderem, einen simulierten Brand zu bekämpfen und eine Person über eine Leiter aus einem Gebäude zu retten. Die Wettkampfgruppen Bühl, Ottersweier, Rastatt, Kuppenheim, Muggensturm und Baden-Baden legten die Prüfung erfolgreich ab. Für Silber wurde die Aufgabenstellung um einen simulierten schweren Verkehrsunfall erweitert. Die Einsatzkräfte mussten ein Fahrzeug sichern und eine eingeklemmte Person befreien. Rastatt, Baden-Baden und Lichtenau durften das Leistungsabzeichen in Silber entgegennehmen.
Die höchste Stufe, das Leistungsabzeichen in Gold, verlangte schließlich die erfolgreiche Bewältigung beider Einsatzszenarien. Zusätzlich mussten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer eine schriftliche Theorieprüfung absolvieren. Die Wettkampfgruppen Bühl, Loffenau, Rheinmünster, Lichtenau, Iffezheim, Gaggenau und Baden-Baden haben auch diese Prüfung bestanden.
Wachwechsel nach Jahrzehnten: Martin Karle übergibt an Michael Rastätter
Ein besonderer Moment war der Wechsel an der Spitze des Schiedsrichterteams: Martin Karle beendet nach mehr als drei Jahrzehnten seine Tätigkeit als Schiedsrichter. Bereits 1992 absolvierte er seine Schiedsrichterausbildung, seit dem Jahr 2000 war er zudem als Schiedsrichterobmann tätig.
In dieser Zeit begleitete und bewertete er zahlreiche Feuerwehrgruppen bei den Leistungsabnahmen. Für sein langjähriges Engagement und seinen Einsatz für eine fachgerechte und sichere Ausbildung wurde Karle von den Kameradinnen und Kameraden mit großem Applaus verabschiedet.
Die Aufgabe des Schiedsrichterobmanns übernimmt künftig Michael Rastätter, Kommandant der Feuerwehr Au am Rhein. Er wird die Schiedsrichterriege des Landkreises in den kommenden Jahren führen.
Mit dem personellen Wechsel steht zugleich eine inhaltliche Veränderung bevor: Ab 2027 werden die Feuerwehr-Leistungsabzeichen im Landkreis Rastatt nach neuen Richtlinien abgenommen. Dabei sollen unter anderem moderne Einsatztaktiken und eine noch patientengerechtere Rettung stärker berücksichtigt werden.
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