Mein Lebensmittelvorrat – clever und nachhaltig
Eine gut durchdachte Vorratshaltung hat viele Vorteile: Sie macht unabhängiger von täglichen Einkäufen, spart Zeit und Geld, reduziert Lebensmittelverschwendung und gibt Sicherheit in Krisenzeiten. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) empfiehlt in seinem aktuellen Ratgeber „Vorsorgen für Krisen und Katastrophen", einen Vorrat für mindestens zehn Tage anzulegen. Bereits einfache Maßnahmen im Alltag können dazu beitragen, die Auswirkungen von Krisenlagen deutlich zu reduzieren.
Ein cleverer Vorrat setzt auf haltbare Grundnahrungsmittel: Nudeln, Reis, Haferflocken, Gemüse- und Obstkonserven, H-Milch, Zwieback und Knäckebrot sind ideal. Auch Honig, Marmelade, Nüsse und getrocknete Früchte gehören in jeden Vorratsschrank. Wichtig: Pro Person sollten mindestens zwei Liter Flüssigkeit pro Tag eingeplant werden, vor allem Wasser und haltbare Getränke.
Nachhaltigkeit beginnt bei der Lagerung: Vorräte sollten kühl, trocken und dunkel aufbewahrt werden. „Das sogenannte ‚First-in-First-out-Prinzip‘ hilft, Verschwendung zu vermeiden“, rät die Ernährungsberaterin. „Dies bedeutet, neue Produkte werden hinten eingeräumt, ältere vorne entnommen. So wird nichts schlecht und der Vorrat bleibt immer frisch.“
Durch den richtigen Umgang mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) können verschiedene Lebensmittel weitaus länger verwendet werden und müssen nicht gleich entsorgt werden. Das MHD ist kein Verfallsdatum. Ein Blick, eine Geruchsprobe und eine kleine Kostprobe zeigen, ob ein Produkt noch gut ist. Das schont nicht nur den Geldbeutel, sondern auch die Umwelt.
Praktische Tipps für den Alltag
- Einkaufsliste führen: Wer weiß, was im Schrank ist, kauft gezielter ein und vermeidet Doppelkäufe.
- Saisonale und regionale Produkte bevorraten: Einkochen und Einmachen von Obst und Gemüse aus der Region ist nachhaltig und schmackhaft.
- Gefrierschrank nutzen: Brot, Gemüse und selbstgekochte Mahlzeiten lassen sich portionsweise einfrieren.
- Reste verwerten: Aus übrig gebliebenem Gemüse wird eine leckere Suppe, aus altem Brot Croutons oder Paniermehl.
- Regelmäßige Kontrolle nach dem „First-in First-out-Prinzip“
Wer sich einen Vorrat anlegen möchte und unsicher ist, kann den Vorratskalkulator des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat nutzen. „Wichtig ist jedoch dabei, dass man seine eigenen Vorlieben kennt und diese bei der Planung im Blick hat“, so die Ernährungsberaterin. Vorratshaltung ist weder aufwendig noch teuer, sie erfordert lediglich etwas Planung und Organisation. Wer seinen Lebensmittelvorrat clever und nachhaltig anlegt, ist nicht nur für Notfälle gut gewappnet, sondern spart im Alltag Zeit, Geld und leistet einen Beitrag gegen Lebensmittelverschwendung.