Landkreis Rastatt und Stadt Baden-Baden bilden neue Stabsmitglieder aus
Der Landkreis Rastatt hat gemeinsam mit der Stadt Baden-Baden in einem einwöchigen Seminar zwölf neue Stabsmitglieder ausgebildet. Die Teilnehmenden verstärken ab sofort die Führungsstäbe beider Kreise.
Im Mittelpunkt der Ausbildung standen praxisnahe Simulationen komplexer Großschadenslagen. Trainiert wurden Szenarien wie Großbrände, Orkanlagen oder ein Flugzeugabsturz, bei denen die Einsatzkräfte zu koordinieren waren. Ziel war es, Lagebewusstsein, strukturierte Entscheidungsprozesse sowie Führung unter hoher Dynamik realitätsnah zu üben.
Der Führungsstab des Landkreises kommt insbesondere bei außergewöhnlichen Einsatzlagen oder Katastrophen zum Einsatz. Er unterstützt die kreisangehörigen Städte und Gemeinden bei großflächigen Schadensereignissen wie Unwettern, Evakuierungen oder ausgedehnten Bränden. In solchen Lagen übernimmt der Führungsstab die übergeordnete Einsatzleitung aller Blaulichtorganisationen im Landkreis.
Landrat Prof. Dr. Christian Dusch betont die zentrale Rolle des Landkreises im Bevölkerungsschutz und der Stabsarbeit: „Wenn außergewöhnliche Einsatzlagen oder Katastrophen eintreten, braucht es eine strukturierte, belastbare und jederzeit handlungsfähige Organisation. Mit der Ausbildung der neuen Stabsmitglieder investieren wir gezielt in diese Leistungsfähigkeit. Wir stellen sicher, dass wir auch komplexe Schadensereignisse professionell, koordiniert und mit der notwendigen Entschlossenheit bewältigen können.“
Innerhalb des Stabes wird der „Krisenstabsleiter“ durch verschiedene Sachgebiete unterstützt. Diese verantworten unter anderem das Personal- und Kräftemanagement, die Erstellung und Fortschreibung des Lagebildes, die Einsatzplanung, Logistik, Medien- und Öffentlichkeitsarbeit sowie Informations- und Kommunikationsstrukturen. Um auch über mehrere Tage hinweg rund um die Uhr arbeitsfähig zu bleiben, ist eine ausreichende personelle Besetzung unabdingbar.
Alle Stabsmitglieder sind erfahrene Führungskräfte aus ihren jeweiligen Organisationen. Sie übernehmen ihre Funktion im Führungsstab zusätzlich und in der Regel ehrenamtlich. Neben ihrer Qualifikation im Bereich der Gefahrenabwehr bringen sie berufliche Expertise aus Verwaltung, Technik, Wirtschaft oder Medizin ein. Der Führungsstab versteht sich daher als interdisziplinäres Gremium mit vielfältigen Kompetenzen.
Im aktuellen Seminar vermittelten erfahrene Stabsmitglieder die theoretischen Grundlagen und begleiteten die praktischen Übungen als Coaches. Die neu ausgebildeten Kräfte nehmen ab sofort am regelmäßigen Ausbildungs- und Übungsdienst teil. Dazu gehören themenspezifische Fortbildungen, Stabsübungen sowie sogenannte Vollübungen mit real eingesetzten Kräften.
Der Führungsstab arbeitet dabei eng mit benachbarten Landkreisen und übergeordneten Behörden zusammen. Eine besonders intensive Kooperation besteht mit dem Stadtkreis Baden-Baden sowie dem Polizeipräsidium Offenburg.
