Dr. Joachim Heck ist neuer PFAS-Beauftragter des Landkreises Rastatt
Heck war zuletzt an der Papiermacherschule Gernsbach als Lehrer für Chemie und Physik sowie Rechtssicheres Handeln tätig. Nebenbei hat er Fortbildungsveranstaltungen zur Abwasserreinigung und -analytik abgehalten, sowie Chemische Verfahrenstechnik an der DHBW unterrichtet.
Nun übernimmt der 44-Jährige eine Aufgabe, die über viele Jahre hinweg gewachsen ist und weit über die Landkreisgrenzen hinaus Bedeutung hat. Die PFAS-Geschäftsstelle ist regional fest verankert und zugleich eine Anlaufstelle, die auch international Beachtung findet. Mit der PFAS-Belastung in Mittelbaden, die europaweit unter dem Begriff „Rastatt Case“ bekannt wurde, hat sich Heck bereits seit den Anfängen intensiv beschäftigt. Als Chemiker und betroffener Bürger verfolgte er die Entwicklung von Beginn an.
„Mich reizt an der neuen Aufgabe vor allem die Vielseitigkeit. Die PFAS-Geschäftsstelle muss mit unterschiedlichen Fachbereichen innerhalb des Landratsamts zusammenarbeiten und ist zugleich Ansprechpartner für Kommunen, Bürgerinnen und Bürger sowie für wissenschaftliche Einrichtungen“, erklärt Heck. In seiner neuen Funktion könne er viele Aspekte seines bisherigen Werdegangs zusammenführen.
Eine der größten Herausforderungen der kommenden Jahre sieht Heck darin, trotz der großflächigen Belastung in Mittelbaden wirksame Sanierungsmöglichkeiten zu erschließen. Dabei soll insbesondere auf Flächen ein Augenmerk liegen, die einen möglichst großen Einfluss auf die Trinkwassergewinnung haben. Parallel dazu sollen neue Sanierungs- und Wasseraufbereitungsverfahren erforscht und weiterentwickelt werden, die möglichst genau auf die spezifischen Belastungen in der Region zugeschnitten sind. „Daran arbeiten wir heute schon, das wird uns aber sicherlich noch viele weitere Jahre beschäftigten“, so Heck.
Daneben ist ihm der Umgang mit den betroffenen Menschen ein besonderes Anliegen. Eine frühzeitige, transparente Information der Bevölkerung sei entscheidend, um Vertrauen zu schaffen und zu erhalten. Reiner Söhlmann hat den Grundstein dafür gelegt und über die Jahre hinweg immer mehr darauf aufgebaut. Heck möchte daran festhalten – und ebenso an einem weiteren zentralen Grundsatz, den er von seinem Vorgänger übernommen hat: lösungsorientiert arbeiten. Das möchte Heck in seiner neuen Funktion konsequent fortführen – im Austausch mit den beteiligten Behörden, den Kommunen, der Wissenschaft und den Menschen vor Ort. „Sprechen Sie mich an, rufen Sie an, schreiben Sie eine Mail: Ich bin immer bereit, Fragen zu beantworten, Probleme zu diskutieren und gemeinsam Lösungen zu finden“, betont er.
