Badische Heimat – Vortrag von Jürgen Oser über die Entstehung der Schwarzenbach-Talsperre

Die Badische Heimat lädt am Mittwoch, 18. November, 19 Uhr, zu einem Vortrag über die Entstehung der Schwarzenbach-Talsperre von 1922 bis 1926 im Landratsamt Rastatt ein. Referent ist Jürgen Oser aus Sinzheim. Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Volkshochschule Landkreis Rastatt statt.

Stand der Arbeiten an der Staumauer im Oktober 1924 (Quelle: Kreisarchiv LRA Rastatt)
Stand der Arbeiten an der Staumauer im Oktober 1924 (Quelle: Kreisarchiv LRA Rastatt)

Seit genau 100 Jahren gibt es die Schwarzenbach-Talsperre. Wie kaum ein anderes technisches Bauwerk prägt und veränderte sie eine ganze Region. Sie ist nicht nur Naherholungsziel und Touristenattraktion, sie ist eine technische Meisterleistung der 1920er Jahre. Dabei reicht die Entstehungsgeschichte bis weit vor den Ersten Weltkrieg zurück. Geistiger Vater ist der Wasserbauingenieur Professor Theodor Rehbock, der bereits Ende des 19. Jahrhunderts ein ganzes Verbundsystem von Talsperren im badischen Nordschwarzwald erdachte. Die Suche nach weiteren Standorten für Rückhaltebecken zog sich bis hinauf nach Baiersbronn.

Der Referent der Vortragsveranstaltung hat sich intensiv mit verschiedenen Aspekten der Schwarzenbach-Talsperre beschäftigt. Er berichtet von den vielfältigen Maßnahmen vor Beginn des Talsperrenbaus, als auch von den Schwierigkeiten, die es bei der Realisierung des Projekts gegeben hat. Jürgen Oser zeigt zahlreiche historische Fotografien und den Baufilm der EnBW, der in den 1920er Jahren entstand und in den 1950er Jahren vertont wurde. Zudem wird er auf die aktuellen Entwicklungen bei Forbach rund um den Kavernenbau eingehen. Das Schwarzenbachwerk und der heutige Ausbau sind ein Highlight angesichts der weltweiten Herausforderungen durch den Klimawandel.

Beruflich war Jürgen Oser als Leiter der Stabsstelle für grenzüberschreitende und europäische Angelegenheiten beim Regierungspräsidium Freiburg tätig und befasste sich intensiv mit der badischen Außenpolitik sowie der Zusammenarbeit im Oberrheingebiet zwischen Deutschland, Frankreich und der Schweiz.

Kontakt

Telefon 07222 381-3581 (Einlass ab 18:30 Uhr, Eintritt frei).