Rückkehr- und Perspektivberatung

Seit dem 1. Juli 2016 gibt es im Landkreis Rastatt eine Stelle für die Rückkehr- und Perspektivberatung. Migranten oder Flüchtlinge die im Landkreis Rastatt leben und über eine freiwillige Rückkehr in ihr Herkunftsland nachdenken oder eine Abschiebung vermeiden möchten, können sich hier beraten lassen. Bisher nahm das Deutsche Rote Kreuz diese Aufgabe wahr. Der Vertrag mit dem Deutschen Roten Kreuz endet zum 31. Dezember 2018.  Die Rückkehr- und Perspektivberatung wird jedoch auch zukünftig angeboten. Menschen die in ihr Heimatland oder ein anderes aufnahmebereites Drittland zurückkehren möchten können sich ab dem 1. Januar 2019 im Landratsamt Rastatt beraten lassen. Interessierte werden in ihrer Entscheidungsfindung unterstützt und sowohl die Rückkehr- als auch Bleibemöglichkeiten ergebnisoffen erörtert.

Ziel des Projekts ist, die freiwillige Ausreise als vorrangige Form der Aufenthaltsbeendigung zu fördern. Freiwillige Rückreisen sind auch für die Betroffenen eine gute Alternative zur zwangsweisen Rückführung. Die Rückkehrerinnen und Rückkehrer können hierbei vieles selbstständig entscheiden, den Termin der Ausreise selbst wählen und die Rückkehr besser planen und vorbereiten.

Hauptzielgruppesind Menschen im Landkreis Rastatt, die über eine freiwillige Ausreise und Rückkehr in ihr Heimatland nachdenken. Dies betrifft insbesondere folgende Personengruppen:

  • Ausländerinnen und Ausländer ohne Aufenthaltsrecht (z.B. Geduldete)
  • Asylbewerberinnen und Asylbewerber im laufenden Verfahren
  • Ausländerinnen und Ausländer mit einem nur vorübergehenden Aufenthaltsrecht aus humanitären Gründen
  • sonstige Ausländerinnen und Ausländer, also auch solche, die ein dauerhaftes Aufenthaltsrecht haben, sofern sie bedürftig sind (z.B. Sozialleistungen beziehen)
  • Spätaussiedlerinnen und Spätaussiedler, die aus freiem Entschluss in ihr Herkunftsgebiet zurückkehren wollen, sofern sie bedürftig sind

Was passiert bei einer Rückkehr- und Perspektivberatung?Potentielle Rückkehrerinnen und Rückkehrer, also diejenigen ohne Bleiberechtsperspektive, können sich aus eigener Initiative an die Rückkehr- und Perspektivberatungsstelle wenden. Darüber hinaus wird dieser Personenkreis auch direkt von Seiten der Rückkehr- und Perspektivberatungsstelle angesprochen. Auf Wunsch findet eine unabhängige, kostenlose und ergebnisoffene Information über eine freiwillige Rückkehr und Reintegration im Heimatland statt. Hierbei wird über die aufenthaltsrechtliche Situation im Bundesgebiet aufgeklärt, Rückkehrperspektiven in Aussicht gestellt und Informationen über die aktuelle Situation im Heimatland gesammelt. Entscheiden sich die Betroffenen für eine freiwillige Heimreise, können diese bei der Planung der Rückreise und ggf. Reintegration begleitet werden. Konkret werden die Rückkehrwilligen z.B. bei der Beschaffung von Reisedokumenten und bei Behördengängen unterstützt. Des Weiteren erfolgt eine Recherche welche Fördermittel, z.B. REAG/GARP, StarthilfePlus, ERIN, IntegPlan, beantragt werden können. Auch der Kontakt zu Hilfsangeboten im Heimatland und Reintegration-Scouts wird vermittelt.

Frau K. Großmann

Rückkehr- und Perspektivberatung

Am Schlossplatz 5
E-Mail E-Mail senden
Telefon 07222 381-4333
Fax 07222 381-4399
Gebäude: Am Schlossplatz 5, 76437 Rastatt
Raum: D4.05