Pestalozzi-Schule bekommt zur Überbrückung eine Außenstelle in Wintersdorf

Steigende Schülerzahlen sind der Grund, warum es an der Pestalozzi-Schule Rastatt bereits seit einigen Jahren eng zugeht. Zur Deckung des akuten Bedarfs wurden in einem ersten Schritt vorübergehend Fachräume an der Stammschule als Klassenräume genutzt. Weiterhin hat der Landkreis als Schulträger des Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentrums (SBBZ) zum Schuljahresbeginn 2021/2022 angrenzende Räume vom Land angemietet und umgebaut, die bis dahin von der evangelischen Kirchengemeinde belegt waren. Dadurch stehen der Schule zwei weitere Klassenräume zur Verfügung.

Da die Schülerzahlen in den nächsten Jahren weiter ansteigen werden, stellt der Raumzuwachs dennoch nur eine kurzfristige Lösung dar. Auch in den Kreisgremien ist man sich einig, dass auf lange Sicht eine nachhaltige bauliche Lösung notwendig sein wird. Hierfür ist vorgesehen, auf dem kreiseigenen Grundstück der Handelslehranstalt Rastatt eine neue Außenstelle der Pestalozzi-Schule zu errichten. Für dieses Vorhaben ist jedoch eine Änderung des Bebauungsplanes notwendig. Spätestens im Jahr 2027 soll der Neubau fertiggestellt und bezugsfertig sein.

Zur Überbrückung der mehrjährigen Planungs- und Bauphase wurde mit Unterstützung der Stadt Rastatt eine Übergangslösung gefunden, da die Raumkapazitäten bereits ab dem Schuljahr 2022/2023 nicht mehr ausreichen. Der Landkreis mietet Räume der ehemaligen Hauptschule Wintersdorf für maximal fünf Jahre an, die von der Pestalozzi-Schule genutzt werden können. Die gesamte Grundstufe mit den Klassen eins bis vier wird somit für eine Übergangszeit in Wintersdorf eine neue schulische Heimat bekommen.

Als sonderpädagogisches Bildungs- und Beratungszentrum hat die Pestalozzi-Schule besondere Anforderungen an das Raumkonzept. Neben acht Klassenräumen werden zusätzlich Differenzierungsräume sowie weitere Einzelräume, wie beispielsweise ein Snoezelenraum, ein Raum zur Verbesserung der sensitiven Wahrnehmung, der zugleich der Entspannung dient, oder ein sogenannter TEACHH-Raum für die Behandlung und Förderung autistischer Kinder benötigt. Zusätzlich sind ein Speiseraum sowie eine Aufbereitungsküche notwendig.

Um diesen speziellen Erfordernissen Rechnung zu tragen, müssen die vorhandenen Räumlichkeiten in Wintersdorf umgebaut werden. Dafür werden die zum Teil sehr großen Räume durch das Einziehen von Wänden getrennt, um die erforderliche Anzahl an Räumen herzustellen. Diese Umbaumaßnahmen werden so ausgeführt, dass nach Ablauf der Mietdauer, falls notwendig, die Räumlichkeiten mit möglichst geringem Aufwand wieder zurückgebaut werden können. Die Beschaffung der notwendigen Ausstattung an Möbeln wird so vorgesehen, dass eine anschließende Weiterverwendung im geplanten Neubau möglich ist.

Die Umbauarbeiten haben bereits im Mai begonnen. Der Zeitplan kann bisher eingehalten werden, sodass ein Umzug im August erfolgen und der Unterricht für die Pestalozzi-Schüler in Wintersdorf pünktlich zum Beginn des neuen Schuljahres 2022/2023 starten kann.