Mitteilung nach § 5 UVPG - Schaeffler Bühl Verwaltungs GmbH

Antrag auf temporäre Grundwasserabsenkung mit Einleitung des Grundwassers den Engertgraben (alt) auf Gemarkung Bühl-Eisental (Bußmatten)

Die Schaeffler Verwaltungs GmbH plant einen Neubau in 2 Baukörpern mit bis zu 4 Obergeschossen im Gewerbegebiet Bußmatten in Bühl. Da die Bauteile teilweise in das Grundwasser einbinden, ist für die Maßnahme eine Grundwasserhaltung erforderlich.

Für die Grundwasserhaltung sind 27 Schwerkraftbrunnen vorgesehen. Es wird bei einer Dauer von 40 Wochen von folgender Grundwasserentnahmemenge ausgegangen:

71 l/s257 m³/h6.177,6 m³/d1.167.000 m³ insgesamt

Das geförderte Grundwasser wird nach Abreinigung über ein Sedimentationsbecken in den Engertgraben (alt) auf Höhe Flst. Nr. 7686, Gemarkung Bühl-Eisental, eingeleitet.

Das Vorhaben fällt mit einer Entnahmemenge von über 100.000 m³ unter Ziffer 13.3.2 der  Anlage 1 zum Gesetz über die Umweltverträglichkeitsprüfung (UVPG). Die entsprechende allgemeine Vorprüfung des Einzelfalls nach UVPG wurde mit den Antragsunterlagen vorgelegt. Auf Grundlage des vorgelegten Antrags sowie der Vorprüfung kommen wir zu dem Ergebnis, dass für das Vorhaben die Durchführung einer Umweltverträglichkeitsprüfung nicht erforderlich ist.

Die als überschlägige Prüfung unter Berücksichtigung der Anlage 3 durchgeführte allgemeine Vorprüfung hat zu dem Ergebnis geführt, dass durch das Vorhaben keine erheblichen nachteiligen Umweltauswirkungen zu erwarten sind, die nach § 25 UVPG bei der Zulassungsentscheidung zu berücksichtigen wären.

Maßgeblich für diese Feststellung ist insbesondere, dass sich die Auswirkungen der Grundwasserabsenkung räumlich auf einen geringen Bereich um die Brunnen beschränken. Die Grundwasserabsenkung bewegt sich innerhalb der natürlich vorkommenden Grundwasserspiegelschwankungen. Zudem handelt es sich um eine temporäre Maßnahme. Nach Abschluss der Maßnahme wird sich in kurzer Zeit der natürliche Grundwasserstand wieder einstellen.

Die Auswirkungen auf das Schutzgut Grundwasser sind somit räumlich und zeitlich begrenzt und als gering einzustufen. Auch durch die Einleitung des Grundwassers in den Engertgraben (alt) sind keine nachteiligen Auswirkungen auf letzteren zu befürchten. Das Grundwasser wird vor Einleitung über ein Sedimentationsbecken abgereinigt und durch eine regelmäßige Beprobung kann eine Belastung des Grundwassers ausgeschlossen werden. Abgesehen davon gibt es keine direkten Auswirkungen auf die relevanten Schutzgüter Menschen, Tiere, Pflanzen und biologische Vielfalt o. a. in
§ 2 Abs. 1 UVPG aufgezählten Schutzgüter.

Gemäß § 5 Absatz 3 UVPG ist diese Feststellung nicht selbstständig anfechtbar. Diese Mitteilung gilt als Bekanntgabe nach § 5 UVPG und wird der Öffentlichkeit im Internet zugänglich gemacht.

Landratsamt Rastatt
Amt für Umwelt und Gewerbeaufsicht
Juli 2022