IBB-Stelle Baden-Baden/Rastatt hat sich neu formiert

Psychische Erkrankungen können für Betroffene extrem belastend sein. Aber auch Freunde und Familienmitglieder von psychisch Kranken leiden oft unter der Situation. Die ehrenamtlichen Mitglieder der Informations-, Beratungs- und Beschwerdestelle (IBB-Stelle) Baden-Baden/Rastatt bieten sowohl psychisch Kranken selbst als auch deren Angehörigen Unterstützung an.

Das Foto Zeigt von links nach rechts die ehrenamtlichen Mitarbeiter der IBB-Stelle Baden-Baden/Rastatt, Rolf Schnepf, Patientenfürsprecher des Landkreises Rastatt, Sonja Haase, Patientenfürsprecherin des Stadtkreises Baden-Baden, Betroffenenvertreter Olaf Schädlich und Angehörigenvertreterin Rachel Fritsch. Foto: Janina Fortenbacher
Das ehrenamtliche Team der IBB-Stelle Baden-Baden/Rastatt (v.l.n.r.): Rolf Schnepf, Patientenfürsprecher des Landkreises Rastatt, Sonja Haase, Patientenfürsprecherin des Stadtkreises Baden-Baden, Betroffenenvertreter Olaf Schädlich und Angehörigenvertreterin Rachel Fritsch. Foto: Janina Fortenbacher

Entsprechend den Vorgaben des Psychisch-Kranken-Hilfe-Gesetzes sind Land- und Stadtkreise dazu verpflichtet, niederschwellige Anlaufstellen für psychisch Kranke und deren Angehörige zu schaffen.  Der Landkreis Rastatt und der Stadtkreis Baden-Baden haben eine solche Stelle 2016 gegründet. Jüngst hat sie sich neu formiert.

Seit August dieses Jahres tritt Rolf Schnepf als Patientenfürsprecher für den Landkreis Rastatt auf. Die Stadt Baden-Baden hat im Juli mit Sonja Haase erstmals eine eigene Patientenfürsprecherin bestellt.

Das Besondere an der IBB-Stelle ist nach wie vor deren Zusammensetzung: Neben den beiden Patientenfürsprechern sind mit Olaf Schädlich ein Vertreter der Betroffenen und mit Rachel Fritsch auch eine Angehörigenvertreterin fester Bestandteil des ehrenamtlichen Teams. „Dass wir keine homogene Gruppe sind, hat viele Vorteile.  Wir haben die Möglichkeit, bei der Beratung unterschiedliche Perspektiven einzunehmen und unsere unterschiedlichen Meinungen auszutauschen“, betont Schnepf. So sei es möglich, sowohl Betroffene als auch Angehörige bestmöglich bei der Wahrnehmung ihrer Rechte und Interessen zu unterstützen.

Die Probleme, mit denen Klienten auf die IBB-Mitarbeiter zukommen, sind unterschiedlich. In den meisten Fällen stehe aber eine zentrale Frage im Raum: „Wie geht es weiter?“. Diese Frage beziehe sich sowohl auf die Bereiche Behandlung und Anschlussversorgung, als auch auf die Bereiche Arbeit und Wohnen, so Haase.

Die IBB-Stelle nimmt bei allen Anregungen, Fragen und Beschwerden im Zusammenhang mit einer Unterbringung, ärztlichen Behandlung, Psychotherapie oder psychosozialen Betreuung eine Art Lotsenfunktion ein und versucht, entsprechend zu vermitteln. Dabei unterliegen die Mitarbeiter der Schweigepflicht und werden nur im Auftrag und mit dem Einverständnis der Klienten tätig, betont Haase.

Außerdem arbeitet die IBB-Stelle eng mit den Mitgliedern des Gemeindepsychiatrischen Verbunds von Stadt- und Landkreis zusammen. Somit besteht ein großes Netzwerk an Unterstützungsmöglichkeiten für Menschen mit psychischen Erkrankungen.

Hilfesuchende können die IBB-Stelle telefonisch oder per E-Mail kontaktieren. Persönliche Gesprächstermine sind nach vorheriger Vereinbarung ebenfalls möglich.
E-Mail: fragen@lbb-bad-ra.de
Telefon (Anrufbeantworter): 07221 / 96 99 55 5