Zweite Runde der PFC-Blutkontrolluntersuchung startet

Geplant war sie bereits für den März 2020 - dann kam Corona dazwischen. Nun aber steht die zweite Runde der PFC-Blutkontrolluntersuchung in den Startlöchern.

Vor knapp drei Jahren ist die erste Runde dieser wissenschaftlichen Studie gestartet, bei der Blutproben von zufällig ausgewählten Bewohnern Mittelbadens auf PFC untersucht wurden. Gegenstand des Interesses sind auch bei der zweiten Runde die Blutwerte von Teilnehmern die sich in drei Gruppen aufteilen lassen:
 
1. Menschen, die Trinkwasser aus dem Versorgungsverbund Vorderes Murgtal vor 2014 konsumiert haben.
2. Menschen, wohnhaft im Bereich belasteter Böden und belastetem Grundwasser, aber ohne Belastung im Trinkwasser öffentlicher Versorger.
3. Menschen ohne besondere Belastungen mit PFC in Böden oder im Grundwasser.
Gerade die dritte Gruppe ist sehr wichtig, um die PFC-Hintergrundbelastung in der Bevölkerung zu erfassen und mit den ersten beiden Gruppen zu vergleichen.
 
Die nach einem Zufallsprinzip aus den Einwohnermelderegistern der jeweiligen Gemeinden ausgewählten Teilnehmenden sind zwischen 30 und 60 Jahre alt und leben seit mindestens zehn Jahren in einem Ort, für den eines der drei oben genannten Kriterien zutrifft. Die Teilnehmenden werden in den nächsten Tagen vom Gesundheitsamt zur Untersuchung eingeladen.