Weiter kritische Wasserstände in Bächen und Flüssen

Das Umweltamt des Landratsamts Rastatt erinnert die Einwohner des Landkreises erneut daran, dass aus Flüssen und Bächen weiterhin kein Wasser entnommen werden darf. Seit der Aufforderung vom 28. Juli 2020 hat sich die Situation der Flüsse weiter verschärft. Die nur geringen Niederschläge und hohen Lufttemperaturen führen weiter dazu, dass die Fließgewässer zum Teil nur noch wenig Wasser führen.

Einzelne lokale Schauer verbessern das Wasserniveau der Gewässer nicht nachhaltig. Gemäß den Wettervorhersagen ist auch weiterhin nicht mit größeren Niederschlagsmengen, die zu einer Entspannung der Niedrigwassersituation und Erholung der Gewässer beitragen können, zu rechnen. Die geringe Wasserführung und die hohen Wassertemperaturen bedeuten Stress für Fische und aquatische Kleinlebewesen und erschweren deren Lebensbedingungen. Führen die Bäche nicht ausreichend Wasser, wird zudem die Selbstreinigungskraft der Gewässer vermindert.
 
Der Gemeingebrauch erlaubt Wasserentnahmen zum Gießen des Gartens in geringen Mengen. Er darf jedoch abhängig vom Wasserdargebot nur insoweit ausgeübt werden, dass noch genügend Wasser im Gewässer verbleibt und erst recht in Zeiten von Niedrigwasser keine Beeinträchtigung des Wasserhaushalts und der sensiblen Gewässerökologie erfolgt.
 
Bei den derzeitigen Wasserständen ist das Abpumpen und Abschöpfen selbst geringer Wassermengen kritisch und kann die vielfältigen Funktionen des Gewässers gefährden und zu gewässerökologischen Schäden der Tier- und Pflanzenwelt führen.
 
Das Landratsamt Rastatt sieht aus diesem Grund jeden Einzelnen in der Verantwortung, den Wasserhaushalt zu schonen und Wasserentnahmen aus Bächen und Flüssen derzeit zu unterlassen.

(Erstellt am 16. September 2020)