Veranstaltungsreihe „Aspekte des Älterwerdens“ des Landkreis-Pflegestützpunktes 2020

Unter dem Titel „Ich werde alt – Sie auch? … aber wie?“ beleuchtet der Pflegestützpunkt des Landkreises Rastatt bei einer Veranstaltung mit der Schauspielerin Ursula Cantieni am 15. Januar im Landratsamt das Thema Älterwerden. Insbesondere soll es darum gehen, sich dem Gedanken des „Älterwerdens“ frühzeitig anzunähern und diesen als aktiven Prozess zu begreifen und nicht als eine von Defiziten besetzte Lebensphase.

Die als Johanna Faller bekannte Schauspielerin aus der seit einem Vierteljahrhundert ausgestrahlten SWR-Fernsehserie „Die Fallers“ bildet den prominenten Auftakt einer über das Jahr 2020 angelegten Informationsreihe des Pflegestützpunktes für interessierte Bürger, Angehörige, Betreuungspersonen und Fachkräfte.
 
Auch „den Fallers“ stand der Pflegestützpunkt des Landkreises Rastatt fachlich über einen längeren Zeitraum zur Seite. Über eineinhalb Jahre war das Thema „Demenz“ einer der Schwerpunkte der Serie. Damit sollte ein gesellschaftlich relevantes Problem beleuchtet und den Betroffenen eine Hilfestellung gegeben werden.
 
3 Fragen an Ursula Cantieni:
Frau Cantieni, Schauspielerinnen werden vielleicht älter, aber nicht wirklich alt! – wie uns die mediale Darstellung häufig vorzugeben scheint. Inwiefern ist das Alter für Sie als Frau, Schauspielerin und Persönlichkeit des öffentlichen Lebens, als die sie nach wie vor im Rampenlicht stehen, ein Thema, das sie beschäftigt?
 
Ursula Cantieni: Ich spüre, jetzt beginnt die womöglich spannendste Etappe meines Lebens. Ich muss mich nicht an ein jugendliches Image klammern, wie manche Schauspiel-Kolleginnen: Meine Karriere bei den „Fallers“ hat vor 25 Jahren bereits im „Großmutterfach“ begonnen – also ganz entspannt.
 
In Ihrer Rolle bei den Fallers sind Sie durch die Krankheit des in jungen Jahren an Demenz erkrankten Reitlehrers mit den dadurch bedingten einschneidenden Veränderungen für die ganze Familie konfrontiert worden. Inwiefern hat diese Fernsehgeschichte, bei der auch ein Betreuer bestellt wurde, auch bei Ihnen persönlich den Fokus auf diese Themen verändert?
 
Ursula Cantieni: Ich freue mich über jedes neue Thema, mit dem ich durch die Drehbücher in Berührung komme – es ist immer eine Bereicherung und schärft den Blick. Wir Schauspieler haben tatsächlich die Möglichkeit, viele Lebenssituationen im Spiel auch emotional schon mal zu erkunden – schön und anstrengend zugleich.
 
Was ist Ihre Motivation, sich bei der öffentlichen Veranstaltung im Landratsamt mit dem Älterwerden auseinanderzusetzen und für eine unvoreingenommene Herangehensweise zu werben?
 
Ursula Cantieni: Ihre Anfrage, so eine Veranstaltung zu wagen, kommt genau zum richtigen Zeitpunkt! In den letzten Jahren hat sich bei mir viel bewegt – und ich habe große Lust, mich auszutauschen … und was könnte ein schönerer Termin sein, als zu Beginn des neuen Jahres – ich freue mich auf Sie!
 
Foto-Quelle: Ursula Cantieni