Straßenbetriebsdienst des Landkreises Rastatt sorgt für Verkehrssicherheit

Orange trägt nur die Müllabfuhr - weit gefehlt. Nicht alle Frauen und Männer, die Schutzkleidung in Orange tragen sind Müllwerker.

Auch 48 Mitarbeiter im Straßenbetriebsdienst des Landkreises Rastatt sorgen in der von weit her erkennbaren Signalfarbe Orange für die Verkehrssicherheit im klassifizierten Straßennetz. Rund 100 Kilometer Bundesstraßen, 220 Kilometer Landesstraßen und 230 Kilometer Kreisstraßen sowie die Tunnel in Rastatt und Gernsbach werden durch die beiden Straßenmeistereien in Bühl und Gernsbach unterhalten.
 
Meist werden die Straßenwärter wahrgenommen, wenn es durch Unterhaltungsarbeiten zu Verkehrsbehinderungen kommt. „Unsere Straßenwärter erbringen dann ihre Serviceleistungen im Sinne der Verkehrssicherheit für die Verkehrsteilnehmer, für Autofahrer, Zweiradfahrer oder Fußgänger“, betont Christian Biernatzki, der für den Betriebsablauf der Straßenmeistereien im Straßenbauamt des Landratsamtes zuständig ist.
 
Darunter fällt die Unterhaltung der klassifizierten Straßen im Sommer wie im Winter. Im „Sommerdienst“ werden die Straßenaufbrüche des vorangegangen Winters instandgesetzt. Die Bankette werden von wilden Müllablagerungen beseitigt und nach weggeworfenen Gegenständen abgesucht, auch um die folgenden Mäharbeiten mit Großgeräten nicht zu behindern und die Geräte nicht zu beschädigen. Zudem wird dadurch verhindert, dass durch umherfliegende Gegenstände die Verkehrsteilnehmer nicht gefährdet werden.
 
Mit einer Markiermaschine werden zudem verblasste Randmarkierungen erneuert. Bankette werden abgeschält, um die Fahrbahnentwässerung aufrechtzuhalten. Leitpfosten und die Beschilderung müssen gewaschen werden, damit sie sichtbar und reflektierend bleiben. Ebenso müssen Brückenbauwerke und Stützmauern gepflegt, unterhalten und - sofern keine Fachfirma erforderlich wird - instandgesetzt werden.
 
„Unsere Mitarbeiter sind aber nicht nur im Sommer auf den Straßen des Landkreises unterwegs, sondern auch im Winterhalbjahr“, ergänzt Biernatzki. Schnee ist hier das maßgebende Stichwort. Der Winterdienst wird beim überwiegenden Teil der Bevölkerung wohl nur mit einem Räum- und Streufahrzeug in Verbindung gebracht. Das trifft diese Dienstleistung nur teilweise. So werden im Winter die straßenbegleitenden Gehölzflächen gepflegt und aufgeforstet. Die Lichtraumprofile müssen geprüft und das betroffene Gehölz entsprechend zurückgeschnitten werden, so dass das erforderliche Profil auch im Sommer noch eingehalten wird. Dies geschieht überwiegend mit einem Großgerät wie der Wallheckenschere. Die Entwässerungen werden nochmals geprüft und gereinigt und Gräben werden von Laub befreit.
 
Für den Winterdiensteinsatz werden in den Hochlagen sogenannte Schneezeichen aufgestellt, um bei größeren Schneehöhen die Fahrbahn zu markieren. Für den Räum- und Streueinsatz werden Rufbereitschaften eingerichtet. Bereits um drei Uhr morgens sind Straßenwärter unterwegs, um die Straßenzustände zu prüfen und einen eventuell notwendigen Räum- und Streueinsatz auszulösen. Je nach winterlicher Beeinträchtigung werden dann die Einsätze koordiniert. Mit bis zu 24 Mitarbeitern, acht eigenen Winterdienstfahrzeugen und sechs Fremdunternehmern werden die winterlichen Beeinträchtigungen ab vier Uhr in der Früh bekämpft, um zur „Rushhour“ für befahrbare Straßen zu sorgen. “Befahrbarkeit“ heißt, dass weiterhin mit Behinderungen durch Schneereste und stellenweise auch mit einer geschlossenen Schneedecke gerechnet werden muss. Desgleichen kann stellenweise Reif- oder Eisglätte nicht ausgeschlossen werden. Deshalb sollte jeder Autofahrer im Winter etwas mehr Zeit einplanen.
 
„Wer als Verkehrsteilnehmer auf seinen Wegen im Straßenverkehr unseren Mitarbeitern begegnet und es durch deren Einsatz zu zeitlichen Verzögerungen kommt, sollte sich bewusst sein, dass die Straßenwärter nicht zum Selbstzweck, sondern für die allgemeine Sicherheit unterwegs sind“, wünscht sich Thomas Marx, der Leiter des Straßenbauamtes. Und bei allem verständlichen Unmut auch ein klein wenig mehr Rücksichtnahme und Geduld sowie Verständnis für die Arbeit des Straßenbetriebsdienstes vor Ort.
 
 
Bild: Die Straßenbankette müssen im Sommerdienst regelmäßig gemäht werden (Foto: LRA)