Rückkehrberatung wird angenommen

Seit Jahresbeginn gibt es beim Amt für Migration, Integration und Recht im Landratsamt eine Stelle für die Rückkehr- und Perspektivberatung. Migranten oder Flüchtlinge, die im Landkreis Rastatt leben und über eine freiwillige Rückkehr in ihr Herkunftsland oder ein anderes aufnahmebereites Drittland nachdenken, können sich hier beraten lassen.

Mit dem von Bund und Land geförderten Projekt soll die freiwillige Ausreise als vorrangige Form der Aufenthaltsbeendigung gefördert werden. Freiwillige Rückreisen sind sowohl aus humanitären Gründen als auch finanzieller Sicht einer zwangsweisen Rückführung vorzuziehen. Die Rückkehrenden können hierbei vieles selbstständig entscheiden, die Rückkehr besser planen und vorbereiten.
 
Dies betrifft insbesondere Ausländer ohne Aufenthaltsrecht (z.B. Geduldete), Asylbewerber im laufenden Verfahren oder Ausländer mit einem nur vorübergehenden Aufenthaltsrecht aus humanitären Gründen. Aber auch Ausländer mit dauerhaftem Aufenthaltsrecht sowie Spätaussiedler, die bedürftig sind und Sozialleistungen beziehen und aus freiem Entschluss in ihre Herkunftsgebiete zurückkehren wollen, gehören zur angesprochenen Personengruppe.
 
Im ersten Halbjahr 2019 informierten sich 36 Personen in der Landkreisverwaltung über die Möglichkeiten der freiwilligen Rückkehr. Davon waren 21 Personen zur Ausreise verpflichtet und 15 Personen waren als Flüchtling anerkannt und im Besitz einer befristeten Aufenthaltserlaubnis. Aus dem Landkreis Rastatt kehrten 13 Ausländer in den ersten sechs Monaten freiwillig in ihre Heimatländer nach China, Georgien, Irak und Jordanien zurück.
 
Drei Personen verfügten über eigene Mittel und finanzierten die Rückkehr selbst. Für zehn Personen wurden Mittel über die Internationale Organisation für Migration bereitgestellt. Diese Fördermittel werden über den Bund und das Land Baden-Württemberg refinanziert.
 
Interessierte können sich im Landratsamt bei der Stelle für Rückkehr- und Perspektivberatung ergebnisoffen und kostenfrei informieren. Terminvereinbarung unter Telefon 07222 381-4333 oder per E-Mail an rueckkehrberatung@landkreis-rastatt.de.