Mehr Verkehrssicherheit durch Geschwindigkeitsüberwachung

Noch nie war die Quote der erfassten zu schnell fahrenden Verkehrsteilnehmer im Landkreis Rastatt so niedrig wie 2019. Dieses Ergebnis erbrachte die Auswertung der vom Landratsamt durchgeführten Geschwindigkeitsmessungen im Vorjahr.

„Bei allen Maßnahmen, die wir durchführen, steht die Verkehrssicherheit und damit die gezielte Eindämmung der Hauptunfallursache für uns ganz obenan“, erklärt Angela Herrmann, die Leiterin der Zentralen Bußgeldstelle im Landratsamt, und verweist auf das vor fünf Jahren avisierte Ziel, die Raserquote dauerhaft deutlich unter die Zehnprozent-Marke zu bringen.
 
Die Zahl der Messtage wurde in den vergangenen Jahren stark angehoben. So erhöhte sich die Zahl von 124 im Jahr 2013 auf 254 im Vorjahr. Die Anzahl der kontrollierten Fahrzeuge stieg in diesem Zeitraum von 153.000 um mehr als das Dreifache auf rund 470.000 an. Die Quote der erfassten Verstöße ging dagegen im Vergleich von 10,8 Prozent auf bemerkenswerte 5,3 Prozent im vergangenen Jahr zurück. „Dieses Ergebnis bewerten wir sehr positiv und sehen unsere Bemühungen durch die Intensität der Überwachung bestätigt“, betont Angela Herrmann.
Rund 25.000 zu schnell fahrende Verkehrsteilnehmer an 534 Messstellen im Landkreis erhielten dennoch einen Bescheid und wurden mit Verwarnungs- und Bußgeldern belegt.
 
Die Geschwindigkeitsüberwachung wird mit vier verschiedenen laser- beziehungsweise lichtschrankenbasierten Messgeräten durchgeführt. Seit Dezember 2019 kommt zusätzlich der vom Landratsamt beschaffte „Enforcement Trailer“ zum Einsatz, ein bewegliches Gerät in Form eines Anhängers. Er zeichnet sich dadurch aus, dass er über mehrere Tage rund um die Uhr an den Gefahrenstellen des Landkreises eingesetzt werden kann und somit auch zur Abdeckung der Geschwindigkeitsmessungen nachts und an den Wochenenden dient. Insbesondere kann er auch an Stellen betrieben werden, an denen der Einsatz mit mobilen Anlagen wegen der Gefahr für das Personal nicht möglich ist.
 
Zum Schuljahresbeginn wird der Landkreis wieder eine Blitz-Aktionswoche an 18 verschiedenen Standorten im Umfeld von Schulen und Kindergärten durchführen. Ziel ist es dabei, die motorisierten Verkehrsteilnehmer zu sensibilisieren, ihre Geschwindigkeiten zu drosseln und besonders Rücksicht auf noch unerfahrene Schulanfänger zu nehmen.
 
 
Bild: Der „Enforcement Trailer“ ermöglicht Geschwindigkeitsüberwachung an speziellen Gefahrenstellen (Foto:LRA)