Landkreis und Große Kreisstädte unterstützen „Initiative Klischeefrei“

Der Landkreis Rastatt sowie die Großen Kreisstädte Bühl, Gaggenau und Rastatt sind der „Initiative Klischeefrei“ beigetreten. Schirmherrin der Initiative ist Elke Büdenbender. Deutschlands First Lady war Anfang März prominenter Gast beim Frauenfrühstück im Rahmen des Internationalen Frauentages in der Reithalle in Rastatt und hat für eine klischeebefreite Berufswahl geworben.

Im Beisein der Beauftragten für Chancengleichheit unterzeichneten Landrat-Stellvertreter Dr. Jörg Peter sowie die Oberbürgermeister Hubert Schnurr, Christof Florus und Hans Jürgen Pütsch die Beitrittserklärung im Bühler Rathaus. Die von der Gattin des Bundespräsidenten unterstützte und von Bildung, Politik, Wirtschaft und Forschung getragene Initiative möchte alle am Berufswahlprozess Beteiligten ermuntern, gängige Rollenklischees kritisch zu hinterfragen und Berufswahl ohne Geschlechterklischees zu fördern.
Noch immer ist der Ausbildungs- und Arbeitsmarkt in Deutschland stark nach Geschlecht aufgeteilt. Vorstellungen zur beruflichen Eignung sind eng mit stereotypen Rollenmustern verknüpft. Dadurch beschränken sich Jugendliche in ihrer Entscheidungsfindung auf bestimmte Berufe, was wiederum zu strukturellen, ökonomischen und persönlichen Nachteilen führen kann.
 
Der Landkreis und die beteiligten Städte unterstützen die mit der Initiative verbundenen Ziele. Sie möchten sich künftig verstärkt dafür einsetzen, auch durch Fortbildungsangebote, dass sie innerhalb ihrer Verwaltungen und Einrichtungen in der Personalgewinnung klischeefrei agieren. Hierfür sollen Materialien und Medien auf ihre geschlechtersensible Aufbereitung hin überprüft werden. Darüber hinaus möchten die kommunalen Akteure weiterhin eine geschlechtsunabhängige Berufsorientierung im Übergang von Schule und Beruf fördern, wie etwa durch die Mitwirkung beim Girls‘ Day und Boys‘ Day, an denen Mädchen technische Berufe und Jungen soziale Aufgabenfelder kennenlernen können.
 
Als Förderer der Initiative Klischeefrei können die Verwaltungen eigene „Best-Practice-Beispiele“ zur Veröffentlichung auf deren Webportal zur Verfügung stellen. Im Gegenzug sind sie berechtigt, das Klischeefrei-Logo zu verwenden, um sich als attraktiver Arbeitgeber zu präsentieren, denn die Initiative Klischeefrei ist eine festgeschriebene Maßnahme zur Förderung der Gleichstellung der Geschlechter in der Agenda 2030, der Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesregierung.
 
 
Bildunterschrift:
(v.l.n.r.) Die Oberbürgermeister Christof Florus, Hubert Schnurr und Hans Jürgen Pütsch mit Landrat-Stellvertreter Dr. Jörg Peter und den Beauftragten für Chancengleichheit Carmen Merkel, Michaela Schmidt sowie Petra Heinisch-Hildenbrand
(Foto: Stadt Bühl/Merkel)