Landkreis Rastatt veröffentlicht Video zur Deponie Hintere Dollert und bezieht Stellung

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Video zur Deponie Hintere Dollert in Gaggenau-Oberweier

Der Landkreis Rastatt hat ein Video zur Deponie Hintere Dollert in Gaggenau-Oberweier veröffentlicht und untermauert damit die Erweiterungspläne zur weiteren Nutzung der Deponie als zentrale Annahmestelle für Wertstoffe und Abfälle aus dem Landkreis, um mittelfristig über ausreichend Kapazität auf der Entsorgungsanlage zu verfügen. Mit den Überbauungsplänen soll die künftige Entsorgungssicherheit für die Bürger auch weiterhin gewährleistet werden, heißt es aus dem Landratsamt.
 
Landrat-Stellvertreter Dr. Jörg Peter bekräftigt, dass der Grundsatz sei, „Abfälle dort zu entsorgen, wo sie auch anfallen“ und es nicht sein könne, dass man sich aus „der Verantwortung nimmt und Müllexporte - insbesondere PFC-Abfälle - in die dritte Welt gebracht werden“. Peter spricht sich für „wohnortnahe Entsorgungsmöglichkeiten und Kapazitäten für die Bürger und den Wirtschaftsstandort“ aus, damit „heute eine sozialverträgliche und vor allem auch kostengünstige Entsorgung für die Menschen aus dem Landkreis für morgen sichergestellt werden könne“, so der Erste Landesbeamte und Erster Betriebsleiter des Abfallwirtschaftsbetriebs.
 
In dem Video nimmt die Behörde Stellung zu den Vorwürfen der Bürgerinitiative „Keine Deponieerweiterung – Kein PFC“ und verweist auf auf die Rechtmäßigkeit der Konzentratsrückführung des Sickerwassers, was auch das baden-württembergische Umweltministerium in einem Schreiben kürzlich bestätigte und dem Landkreis somit das Vorgehen als korrekt attestiert.   
 
Wie der Landkreis mitteilt, möchte man mit dem Video einen für alle Menschen möglichst transparenten Einblick in die Thematik gewähren. Prominenter Befürworter der Entsorgungsanlage ist der ehemalige technische Dezernent des Landkreises Rastatt, Gerrit Große, der in dem Video über die Anfänge der Deponie berichtet. Der ehemalige technische Bürgermeister der Stadt Gaggenau wirbt auch aus heutiger Sicht weiterhin für die installierte Sickerwasseranlage und verweist darauf, dass die Anlage sogar noch bessere Ergebnisse erziele, als die Einleitungsbedingungen dies vorschreiben und somit unbedenklich weiterbetrieben werden könne.