Jahreskampagne Seelische Gesundheit – Mit Eseln die Natur genießen und „loslassen“

Als besonderes Angebot im Rahmen der Jahreskampagne Seelische Gesundheit hatte das Ehepaar Rolf und Claudia Scharer - in Kooperation mit der Beauftragten für die Belange behinderter Menschen des Landkreises Rastatt - und seinen beiden Eseln „Baldur“ und „Karim“ nach Gaggenau-Bad Rotenfels eingeladen.

Esel sind sehr freundliche, ruhige und gesellige Tiere. Ein Umgang mit ihnen macht Freude. Ihr Fell ist flauschig weich, man möchte sie gerne berühren. Sie nehmen jeden Teilnehmer aus der Gruppe an. Bei der ersten „eseligen Begegnung“ heißt es, sich zunächst einmal vertraut zu machen. Auch eine kleine Eselkunde steht auf dem Programm, bei der es Neues über diese klugen Tiere zu erfahren gibt.
 
Im Gegensatz zu den Menschen beurteilen Esel die Menschen nicht nach Aussehen, Lebensgeschichte oder Schichtzugehörigkeit. Hier kann sich jeder so geben wie er ist. Am Anfang neugierig und in ihrer besonderen Art „pfiffig“ gehen sie ohne Vorbehalte auf die Besucher zu. Schon das kann für die Menschen eine neue positive Erfahrung sein. Augenblicklich breitet sich bei denen, die sich auf die Tiere einlassen, ein Schmunzeln im Gesicht aus. Die Entspannung, die diese Begegnung bietet, ist von Beginn an spürbar und von außen auch an der sich verändernden Körperhaltung beim Menschen ablesbar.
 
Ein gemeinsamer erholsamer Spaziergang folgt. In unserer hektischen Zeit ist Entschleunigung und das Genießen der Natur ein anzustrebendes Gut. Die Esel können hierbei helfen, denn sie lassen sich nicht hetzen und treiben. Die Tiere behalten ihr ruhiges Lauftempo bei und lassen so die Begleitenden zur Ruhe kommen. Die Menschen können dabei für eine kurze Zeit abschalten, die Muskeln entspannen sich und positive Gefühle entstehen. Der Mensch konzentriert sich auf den Rhythmus des Tieres, seine Atmung, den leisen Schritt und vergisst seine Sorgen. Der Esel mit seinem sanften Wesen, den großen tiefgründigen Augen steht im Mittelpunkt der Unternehmung. Ein freundliches Miteinander und Vertrauen entsteht.
 
„Wenn man mit dem Esel zusammen ist, trägt man ein Lächeln innerlich und oft auch äußerlich mit sich“, berichtet Claudia Scharer, die sich deshalb gerne mit ihren beiden Vierbeinern an der Kampagne beteiligt. „Ich fühle mich jetzt richtig gut“, bestätigt eine Teilnehmerin beim Abschied, „obwohl mein Tag bis dahin gar nicht so gut gelaufen war!“ Eine Gruppe von acht weiteren Personen kann sich schon jetzt auf eine weitere „Eselbegegnung“ im Frühjahr 2020 freuen.
Weitere Informationen zum Jahresprogramm unter www.jahr-der-seelischen-gesundheit.de.
 
Petra Mumbach, die Behindertenbeauftragte des Landkreises Rastatt, würde sich freuen, wenn auch andere Personen, Vereine oder Organisationen sich an der nächsten Jahreskampagne beteiligen würden. Ideen und Angebote für neue Aktionen können gerne per E-Mail an p.mumbach@landkreis-rastatt.de mitgeteilt werden.