Informationen zum Coronavirus

Informationen zum neuartigen Coronavirus (2019-nCoV)

Wichtige Informationen des Landesgesundheitsamtes BW, des Robert Koch Institutes und des Auswärtigen Amtes zum Coronavirus finden Sie in den angehängten Links:

- Informationen und Bürgerhotline des Landesgesundheitsamtes BW zum Coronavirus

- Antworten auf häufig gestellte Fragen zum neuartigen Coronavirus (2019-nCoV) (Robert-Koch-Institut)

Informationen des Auswärtigen Amtes

- Kann das neuartige Coronavirus über Lebensmittel und Spielzeug übertragen werden?
 

Noch kein Coronavirus-Fall im Landkreis, aber 170 Grippe-Erkrankungen

Wie das Gesundheitsamt im Landratsamt mitteilt, sind bislang im Landkreis Rastatt und in Baden-Baden keine Coronavirus-Erkrankungen aufgetreten. Damit im begründeten Verdachtsfall schnell und richtig gehandelt wird, haben sich Gesundheitsamt, Kliniken und Ärzteschaft auf die notwendigen Maßnahmen vorbereitet.
 
Viele Eigenschaften des Virus sind laut Gesundheitsamtsleiter Dr. Jan Ulrich Krahl noch nicht bekannt. Die Inkubationszeit, die Zeit von der Ansteckung bis zur Erkrankung, erstreckt sich auf bis zu 14 Tage. Es handelt sich um eine Infektion der unteren Atemwege, die mit Fieber einhergehen kann. Die Verläufe sind von leicht bis schwer möglich. Die Krankheitszeichen ähneln denen einer Influenza und die klinische Unterscheidung ist nicht leicht. Für die Labordiagnostik muss ein Rachenabstrich gewonnen werden. Zu Beginn der Coronavirusinfektionen war die Diagnostik in Deutschland nur an der Charité in Berlin möglich. Mittlerweile wird die Labordiagnostik in mehreren umliegenden Laboratorien getätigt. Krahl erklärt, dass man von einem begründeten Verdacht auf Coronavirus nach der aktuellen Definition des Robert Koch Institutes nur spricht, wenn neben einer akuten Infektion der unteren Atemwege zusätzlich bis maximal 14 Tage vor Erkrankung entweder Kontakt bestand zu einer am Coronavirus erkrankten Person oder ein Aufenthalt im Risikogebiet in China stattgefunden hat. Aus dieser Orientierungshilfe des RKI lässt sich laut Krahl entnehmen, wie unwahrscheinlich eine Erkrankung mit Coronavirus in der Region für die Bevölkerung ist.
 
Bei einem Verdacht rät das Gesundheitsamt den Betroffenen zunächst den Hausarzt telefonisch zu kontaktieren, um die weitere Abklärung zu besprechen. Alle drei Kliniken in Bühl, Baden-Baden und Rastatt seien für den Ernstfall ausgerüstet. Sofern die betroffene Person nicht schwer erkrankt ist, könne sie in häuslicher Quarantäne bis zum Erhalt des Laborergebnisses verbleiben.
 
Der Leiter des Gesundheitsamtes weist ferner darauf hin, dass die Gefahr an einer Influenza zu erkranken, derzeit weit höher sei als die Möglichkeit, sich mit dem Coronavirus zu infizieren. Bisher sind der Behörde 170 Grippe-Erkrankungen im Landkreis gemeldet worden. Das Amt rät zur Impfung gegen Influenza und zu hygienischen Vorsorgemaßnahmen wie öfteres Händewaschen.