Große Pläne in Forbach

Die waldreichste Gemeinde im Landkreis will neben der dringend anstehenden Sanierung der kommunalen Infrastruktur, insbesondere im Bereich der Wasserversorgung, auch Freizeit- und Erholungsangebote ausbauen. Bürgermeisterin Katrin Buhrke informierte Landrat
Toni Huber bei seinem Antrittsbesuch über Pläne und Vorhaben der Kommune. Einig sind sich Landrat und Bürgermeisterin darin, dass der Erhalt der landschaftsprägenden Heuhütten für Forbach und das ganze obere Murgtal angestrebt werden muss.

Bürgermeisterin Buhrke erörterte mit dem Landrat die Ablehnung des „Mountainbike-Trail“ durch das Landratsamt und „Trekking-Camp“, basierend auf den Bedenken der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt bezüglich dem Schutz des Auerhuhns. Die Gemeinde verschließe sich dem Schutzanliegen nicht und habe dieses in ihren Planungen auch dargestellt. Buhrke erhofft sich vom Landratsamt eine Abwägung aller Belange. Unproblematisch dagegen ist das Vorhaben „Sportalm“ für den Mehliskopf. Laut Landrat hat das Landratsamt die Genehmigung des Bauantrags bereits versandt.
 
Erfreut reagierte die Bürgermeisterin auf die Informationen des Landrats zum aktuellen Stand des Breitbandprojekts. Nachdem der Kreistag in seiner jüngsten Sitzung den Hauptauftrag beschlossen hat, kann bis Jahresende der finale Förderantrag eingereicht werden. Mitte nächsten Jahres kann laut Huber mit einem ersten Spatenstich die Realisierung starten. Katrin Buhrke sieht im Anschluss an das Glasfaserkabelnetz große Chancen für die infrastrukturelle Entwicklung der Gemeinde.
 
Thema waren auch die Geschwindigkeitsüberschreitungen und der Motorradlärm auf der L 83 in Herrenwies. Huber und Buhrke stellen fest, dass all die vielen Maßnahmen wie Geschwindigkeitsbegrenzungen, Überholverbote, Polizeikontrollen oder Aktionstage nicht den gewünschten Erfolg bringen. Derzeit führt die Gemeinde Geschwindigkeitsmessungen in Herrenwies durch und wird diese in den nächsten Wochen auch mit der örtlichen Interessengemeinschaft auswerten. Hieraus sollen Erkenntnisse für weitere Maßnahmen gewonnen werden. Bürgermeisterin Buhrke sieht eine Chance, die Situation zu verbessern, wenn im Zuge der Einrichtung einer Infostelle für den nördlichen Teil des Nationalparks der Knotenpunkt Herrenwies umgebaut werden sollte.

Bildquelle: Landratsamt Rastatt