Das fetale Alkoholsyndrom – eine vermeidbare Behinderung

Das fetale Alkoholsyndrom (FASD)ist eine Behinderung, die sich durch den Verzicht auf Alkohol in der Schwangerschaft verhindern lässt. Alkohol kann ab dem ersten Tag in allen Stadien der Schwangerschaft die gesunde Entwicklung des ungeborenen Kindes schädigen.

Es ist häufig so, dass erst dann auf Alkohol verzichtet wird, wenn die Schwangerschaft bereits feststeht. „Auch in diesem relativ kurzen Zeitraum am Anfang, in dem viele Frauen noch nichts von ihrer Schwangerschaft wissen, schadet Alkohol dem ungeborenen Kind“, berichtet Gudrun Pelzer, die Kommunale Suchtbeauftragte des Landkreises Rastatt. Deshalb ist der Verzicht auf Alkohol bereits vor der Schwangerschaft die sicherste Methode, um eine so verursachte Behinderung des ungeborenen Kindes zu verhindern.
 
Nicht bei allen Kindern führt Alkohol zu äußerlich sichtbaren Veränderungen im Gesicht, Kleinköpfigkeit, Untergewicht und zu einer geringeren Körpergröße, um nur einige Schädigungen zu nennen.
Die nicht sichtbaren Beeinträchtigungen sind jedoch nicht weniger gravierend, weil sie das Sozialverhalten und die Lernfähigkeit des Kindes betreffen. Viele Kinder müssen ihr Leben lang begleitet werden, weil sie ihren Alltag nicht alleine bewältigen können. Außerdem sind betroffene Kinder häufiger als andere Kinder von Mobbing betroffen oder davon, in kriminelle Aktivitäten hineingezogen zu werden. Sie wollen nett sein und Freunde haben, wie alle anderen Kinder auch, können aber Risiken und Gefahren oft nur schlecht einschätzen.
 
Die Arbeitsgruppe FASD der Kommunalen Netzwerke für Suchtprävention und Suchthilfe des Landkreises Rastatt und des Stadtkreises Baden-Baden hat Postkarten entworfen, die sich an Mädchen, junge Frauen und deren Partner richten, um darauf aufmerksam zu machen, dass bereits ein Schluck Alkohol große Folgen haben kann, die nicht mehr rückgängig gemacht werden können und auch nicht heilbar sind.
 
Die „Hingucker“ enthalten Online-Adressen, die über das fetale Alkoholsyndrom informieren. Die Postkarten sind unter Kommunale Suchtbeauftragte eingestellt und können kostenfrei unter Telefon 07222 381-2114 oder per E-Mail an g.pelzer@landkreis-rastatt.de bestellt werden.

(Erstellt am 07. September 2020)