Corona gibt dem Digitalpakt Schule einen kräftigen Schub

Viele Lehrkräfte begeistern sich für das Thema Digitalisierung, sind initiativ und kreativ beim Einsatz von Medientechnik im Unterricht. Die Corona-Pandemie hat im Zuge des Homeschoolings mehr als verdeutlicht, wie wichtig die digitale Infrastruktur im heutigen Schulbetrieb ist.

Der Landkreis Rastatt als Träger von 15 kreiseigenen Schulen setzt sich intensiv dafür ein, Schülern wie Lehrkräften eine selbstbestimmende und verantwortungsvolle Nutzung der digitalen Medien zu ermöglichen sowie entsprechende Kompetenzen zu vermitteln. Damit dies gelingt, müssen aber die räumlichen und technischen Voraussetzungen an jeder Schule gegeben sein.
 
Unterstützung bei Investitionen in die digitale Bildungsinfrastruktur erhalten die Länder und Kommunen in Form des „Digitalpakts Schule“. Der Bund hat hierfür über einen Zeitraum von fünf Jahren, bis 2024, insgesamt fünf Milliarden Euro zur Verfügung gestellt, wovon rund 3,6 Millionen Euro auf den Landkreis als Schulträger entfallen. Die Förderung ist jeweils daran gekoppelt, dass eine Eigenbeteiligung von 20 Prozent eingebracht werden muss. Demnach möchte der Landkreis im Förderzeitraum Maßnahmen in Höhe von insgesamt 4,5 Millionen Euro realisieren. Auf Basis des IT-Entwicklungsplanes des Landkreises erhalten die kreiseigenen Bildungseinrichtungen somit eine bessere Ausstattung mit digitaler Technik.
 
Die rund 150 Maßnahmen, die im Zuge des Digitalpakts umgesetzt werden sollen, reichen von der Verkabelung im Schulgebäude über die Medienausstattung in den Klassenzimmern bis hin zu den mobilen Endgeräten (Tablets, Laptops) für Schüler.
 
Damit diese Maßnahmen gefördert werden können, muss jede Schule einen Medienentwicklungsplan erstellen, der unter anderem ein Leitbild, eine Bestandsaufnahme mit Entwicklungszielen sowie eine Maßnahmenplanung beinhaltet. Neuerdings sind die vom Landesmedienzentrum freizugebenden Medienentwicklungspläne erst bei der Abrechnung vorzulegen. Dies ermöglicht den Schulträgern ein praktikableres Antragsverfahren und eine raschere Umsetzung. Förderanträge können noch bis Ende April 2022 bei der L-Bank gestellt werden.
 
Vom Landkreis als Schulträger wurden bisher bereits 45 Maßnahmen eingereicht. Die Erneuerung und Erweiterung der Netzwerkinfrastruktur in der Josef-Durler-Schule Rastatt stellt dabei mit 195.000 Euro den bisher umfangreichsten Posten dar.

(Erstellt am 08. September 2020)