Bekanntgabe der Mitteilung nach § 5 des Gesetzes über die Umweltverträglichkeitsprüfung (UVPG) bei Unterbleiben der Umweltverträglichkeitsprüfung: Naturnahe Umgestaltung des Sandbachs im Abschnitt Römerbrücke und Iffezheimer Schützenhaus auf Höhe der Grundstücke Flst.-Nrn. 7188 und 7188/10, Gemarkung Iffezheim

Auf Grundlage des Gewässerentwicklungsplans Sandbach der Gemeinde Iffezheim plant die Initiativgruppe Naturschutz Iffezheim e.V. (INI) nun einen weiteren Sandbachabschnitt naturnah umzugestalten.

Die aktuelle Planung sieht vor, auf einer Länge von ca. 70 Metern, den Abschnitt zwischen Römerbrücke und dem Schützenhaus Iffezheim umzugestalten. Wesentliche Ziele der geplanten Umgestaltung sind eine Strukturverbesserung mit Prall- und Gleithang, Aufweitungen und Inselbildungen, Dynamisierung des Fließverhaltens und Substratmobilisierung als wesentliche Voraussetzung zur Förderung der eigendynamischen Entwicklung. Der zur Umgestaltung vorgesehene Sandbachabschnitt verläuft im Gemeindewald Iffezheim und befindet sich teilweise in der Zone III A des vom Landratsamt Rastatt mit Rechtsverordnung vom 17. August 1995 zum Schutz der Wassergewinnungsanlagen der Gemeinden Iffezheim und Hügelsheim festgesetzten Wasserschutzgebietes (Nr. 204). Der Vorhabenbereich befindet sich in keinem FFH-, Naturschutz- oder Landschaftsschutz-Gebiet.

Auf Grundlage der vorgelegten Vorhabeninformation und eingegangenen Stellungnahmen wird festgestellt, dass durch das Vorhaben keine erheblichen nachteiligen Umweltauswirkungen zu erwarten sind, die nach § 25 UVPG bei der Zulassungsentscheidung zu berücksichtigen wären und somit für das geplante Vorhaben keine Verpflichtung zur Durchführung einer Umweltverträglichkeitsprüfung besteht:

Maßgeblich für diese Feststellung ist insbesondere, dass die angestrebte naturnahe Umgestaltung den Vorgaben der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie und dem Wassergesetz Baden-Württem-berg entspricht. Der Hochwasserabfluss ist durch die Umsetzung der Maßnahme nicht behindert Die geplante Umgestaltung wird zu einer Ausdehnung des naturnahen Bachabschnittes führen. Arten des Anhangs IV der FFH-Richtlinie sind mit hoher Wahrscheinlichkeit vom Vorhaben nicht betroffen. Abgebaggert werden Staudenknöterich, Goldrutendominanzbestände und Brombeergestrüpp. Von der Umgestaltung profitieren Arten, wie die Zauneidechse und die Blauflügelige Ödlandschrecke.

Gemäß § 5 Absatz 3 UVPG ist diese Feststellung nicht selbständig anfechtbar. Diese Mitteilung gilt als Bekanntgabe nach § 5 UVPG, § 21 Umweltverwaltungsgesetz und wird der Öffentlichkeit im Internet zugänglich gemacht.
 
 
Landratsamt Rastatt
Umweltamt
 
21. Juli 2020