Anpassungen bei der Ausbildungsförderung

Seit mehr als vier Jahrzehnten eröffnet die Ausbildungsförderung (BAföG) jungen Menschen die Chance, sich beruflich weiterzubilden. Damit eine Aus- oder Weiterbildung nicht aus finanziellen Gründen scheitert, stellt der Staat die für den Lebensunterhalt und die Ausbildung benötigten finanziellen Mittel zur Verfügung. Hiervon haben bisher Millionen Jugendlicher und junger Erwachsener profitiert. Dabei wurde das Gesetz immer weiterentwickelt und an die Lebenswirklichkeit der jungen Menschen angepasst.

BAföG gibt es nicht nur für das Studium an Hochschulen, sondern auch für Schüler, die weiterführende Bildungsstätten besuchen. Bereits zum Beginn des Schuljahres 2019/2020 beziehungsweise des vergangenen Wintersemesters wurden die Bedarfssätze, die Einkommensfreibeträge und der Vermögensfreibetrag angepasst. Der Grundbedarf war im Vorjahr um fünf Prozent angehoben worden und wird in einem zweiten Schritt zum 1. August 2020 noch einmal um zwei Prozent erhöht. Der Förderhöchstsatz beträgt demnach 861 Euro. Zusätzlich steigen die Einkommensfreibeträge der Eltern bzw. der Ehegatten um drei Prozent, der Kinderbetreuungszuschlag auf 150 Euro. Nach den deutlich spürbaren Verbesserungen der Förderung und einer Ausweitung auf mehr Leistungsempfänger im Zuge des letzten Änderungsgesetzes bedeuten die aktuellen Anpassungen für Schüler und Studierende weitere Leistungserhöhungen.
 
Zuständige Stellen beim BAföG sind für Studierende die jeweiligen Studierendenwerke, für Auszubildende an Abendgymnasien, Kollegs, Höheren Fachschulen und Akademien das die für die Ausbildungsstätte zuständige Amt. Für alle anderen Schüler ist das Amt für Ausbildungsförderung am Wohnort der Eltern maßgeblich.
 
Information und Antragsvordrucke: Landratsamt Rastatt, Amt für Ausbildungsförderung, Telefon 07222 381-0. Elektronische Vordrucke gibt es auf der Homepage des Landkreises unter der Rubrik Landkreis/Service.