Abfallwirtschaftsbetrieb erhält für Umbau der Entgasungsanlage auf Entsorgungsanlage „Hintere Dollert“ 238.000 € Zuschussaus Fördermitteln der Nationalen Klimaschutzinitiative

Auf der Deponie “Hintere Dollert“ wurden von 1979 bis 1999 unter anderem Hausmüll sowie thermisch behandelbare Abfälle abgelagert. Die Abbauvorgänge des organischen Materials im Deponiekörper führten zu biologischen Abbauprozessen, bei denen das Treibhausgas Methan entstanden ist.

Zur Vermeidung dieser Emissionen in die Umwelt wird der Deponiekörper seit 1984 aktiv entgast und das erfasste Gas wurde bisher zur Verwertung zur Stromerzeugung und Wärmeauskoppelung in einem Blockheizkraftwerk verwertet.
 
Durch die Einstellung der Deponierung der thermisch behandelbaren Abfälle und den damit verbundenen Wegfall der Einlagerung von Organik im Jahr 1999 ist die Gasmengenentwicklung seither erwartungsgemäß rückläufig und die zur Gaserfassung und –verwertung errichteten Anlagen sind nach den vielen Jahren nun überdimensioniert. Aus diesem Grund wurden zur Optimierung der Entgasung Planungen in Auftrag gegeben.
 
Die Nationale Klimaschutzinitiative(NKI)hat als Anreiz für entsprechende Umbaumaßnahmen für Projekte, die zur Reduzierung von Treibhausemissionen beitragen, Förderungen der investiven Maßnahmen bis zu einer maximalen Höhe von 60 Prozent in Aussicht gestellt.
Im Jahr 2020 war durch ein Planungsbüro eine Potentialanalyse erstellt worden, mit der das Einsparpotential an möglichen Treibhausemissionen auf der Deponie „Hintere Dollert“ ermittelt wurde.
 
Das Ergebnis dieser Analyse zeigte, dass sich nach dem Umbau der Schwachgasbehandlung der Entgasung gegenüber der Bestandsanlage eine Emissionsminderung im Zeitraum 2021 bis 2042 um 1.391.392 m³ Methan ergibt, entsprechend 1.276 Mg bzw. 35.726 Mg CO2 Äquivalenz. Die Methanerfassung könne somit gemäß der Potentialanalyse durch den Umbau um 71 Prozent gesteigert werden. Die Investitionskosten für das Projekt wurden gemäß der vorliegenden Kostenberechnung mit rund 430.000 Euro berechnet. Der Förderbescheid weist eine Zusage an Fördermitteln für Investitionskosten sowie anteilige Planungs- und Monitoringkosten in Höhe von etwa 238.000 Euro aus.