Kommunen und Kreise können Mitglied im Weinparadies Ortenau e.V. werden

Noch mehr Geschlossenheit mit dem Weinparadies Ortenau e.V. demonstrieren die Landkreise sowie alle Kommunen mit Rebfläche in Zukunft. Ab sofort ist es Gebietskörperschaften möglich, als Förderer oder ordentliches Mitglied dem Weinparadies beizutreten. Alle Kommunen haben hier positive Signale gesetzt. Es war der Wunsch von kommunaler Seite, sich noch enger zu vernetzen zum Wohl von Ortenauer Wein und Touristik-Landschaft. Damit können künftig Kommunen und Kreise Vollmitglied oder Förderer mit „beratender Funktion“ im Weinparadies Ortenau e.V. werden. Die Mitglieder des Vereins haben im Rahmen ihrer Jahresversammlung in der Winzergenossenschaft Rammersweier einer Satzungsänderung zugestimmt. Im Weinparadies sind über 50 Weinbaubetriebe inklusive aller Winzergenossenschaften zusammengeschlossen. Diesem Schritt standen zahlreiche Vorgespräche zugrunde, an denen alle Bürgermeister, Landräte und der Vorstand des Weinparadieses teilgenommen hatten. Mit Appenweier und Ottersweier wollen nun alle Gemeinden mit Rebfläche den Weintourismus fördern. „Alle Gemeinden haben zugestimmt, als Förderer oder Vollmitglied dabei sein zu wollen“, erläutert die Leiterin für Weintourismus, Gunia Wassmer.

Das heißt, die 20 Kommunen sowie die Landkreise Rastatt und Ortenau wären dann Förderer bzw. Vollmitglieder des Vereins. Ein Vorteil dabei sei, dass „der Mitgliedsbeitrag in der Satzung festgeschrieben ist“, erläuterte der Vorsitzende des Weinparadieses, Dr. Ralf Schäfer. Je nach Beitrag sind dann auch die Stimmen verteilt. „Für uns ist das ein gutes Zeichen der Geschlossenheit und Verbundenheit von kommunaler Seite mit der Weinwirtschaft.“ Bisher habe man alle zwei Jahre um die Zuschüsse zu den weintouristischen Aktivitäten „kämpfen“ müssen. „Das war für das Weinparadies immer mit sehr viel Aufwand verbunden“, schilderte Schäfer. Nun bestehe die Möglichkeit, „dass alle Kommunen und Landkreise ins Boot kommen.“

Auch das Weinparadies bekommt die Auswirkungen der unterdurchschnittlichen Ernten der vergangenen zwei Jahre zu spüren. Der Verein wird mit einem noch kleineren Budget auskommen müssen. „Wir werden wie bisher die verschiedenen Netzwerke nutzen, um die Ortenau nach vorne zu bringen“, verdeutlichte Schäfer die gute Vernetzung der Weintouristik mit den Plattformen in der Region und im Land. „Das erfordert sehr viel persönlichen Einsatz.“

Die Leiterin für Weintourismus, Gunia Wassmer, ließ die wichtigsten Aktivitäten Revue passieren, so die neue Veranstaltungsbroschüre, die Faltkarte zum Ortenauer Weinpfad, die in Zusammenarbeit mit dem Landkreis Rastatt, dem Ortenaukreis und den Gemeinden entstanden ist und eine Auflage von 50.000 Exemplaren hat. Vernetzt sei das Weinparadies auch über Social Media wie Twitter und Facebook. Auch die Wahl der Deutschen Weinkönigin habe den Fokus auf die Ortenau gelegt. Lob gab es hier für die gute Kooperation mit der Stadt Offenburg.

Auch die Wein-Guides dienten als Vermittler für den Genuss in der Ortenau. Zwischenzeitlich hat ein neuer Lehrgang begonnen, der sich ausschließlich aus der Warteliste rekrutiert. Und ein neu geschaffener Wein-Guide-Beirat soll die Zusammenarbeit zwischen Touristik und Weinparadies noch intensivieren.

Auftritte bei der größten Touristik-Messe, der CMT in Stuttgart, Kooperationen mit der Schwarzwald-Tourismus GmbH und dem Deutschen Weininstitut, hier bei der neuen Wein- und Reisemesse in Hamburg, dienen der Steigerung des Bekanntheitsgrades Ortenauer Weine und der Tourismus-Region. „Bei all diesen Aktivitäten benötigen wir die Unterstützung unserer Mitglieder“, richtete Vorsitzender Ralf Schäfer den Appell an die Betriebe. „Im Weinparadies wird viel geleistet“, lobte der stellvertretende Vorsitzende im Badischen Weinbauverband, Franz Benz aus Oberkirch, die Aktivitäten. „Die Ortenau wird von außen immer positiv begutachtet. Das hat eine gute Strahlkraft über die Region hinaus!“ Auch die Ortenauer Weinprinzessin Lisa Männle wünschte viel Erfolg und freut sich auf die Veranstaltungen im Jahr 2014.

Kontakt: Weinparadies Ortenau e.V., Gunia Wassmer, Telefon 07802 82606 und Landratsamt Rastatt, Amt für Strukturförderung, 07222 381-3001/3108