Party-Pass erleichtert Kontrollen bei Festen

In der Faschingszeit stellt sich Vereinen wieder die Frage, ob sie Jugendliche unter 18 Jahren zu ihren Veranstaltungen zulassen. Seit Einführung des neuen Personalausweisgesetzes ist es verboten, die Personalausweise von Jugendlichen zur Alterskontrolle einzubehalten. Dadurch ist es für Veranstalter schwieriger geworden, sicherzustellen, dass Jugendliche unter 18 Jahren um Mitternacht die Veranstaltung wieder verlassen. „Etliche Vereine haben daraufhin entschieden, ihre Veranstaltung erst ab 18 Jahren zu öffnen“, weiß Gudrun Pelzer, die Kommunale Suchtbeauftragte des Landkreises, und drückt ihr Bedauern darüber aus, dass dadurch zunehmend mehr 16- und 17-Jährige von Festen ausgeschlossen werden.

Um die Alterskontrolle wieder zu ermöglichen, wurde Anfang 2013 in Zusammenarbeit mit den Städten und Gemeinden des Landkreises Rastatt der Party-Pass eingeführt. Die Zustimmung der Städte und Gemeinden war notwendig, da Veranstalter liegen gebliebene Party-Pässe im Rathaus ihrer Gemeinde abgeben können. Die Vereine entscheiden jedoch selbst, ob sie den Eintritt von Jugendlichen unter 18 Jahren mit Party-Pass zulassen. Dies sollten sie bei der Ankündigung und Werbung für ihre Veranstaltung kenntlich machen.

Jugendliche können sich den Party-Pass des Landkreises Rastatt unter www.partypass.de herunterladen. Dieser kann online ausgefüllt, mit einem Foto versehen und anschließend ausgedruckt werden. Beim Einlass zur Veranstaltung werden die Daten des Party-Passes mit dem Personalausweis abgeglichen und der Party-Pass wird anstelle des Personalausweises einbehalten. Um Mitternacht müssen Jugendliche unter 18 Jahren den Party-Pass abholen und die Veranstaltung verlassen. Wer seinen Party-Pass nicht abholt, muss damit rechnen, dass die Gemeindeverwaltung die Eltern informiert.

Damit es nicht zu chaotischen Zuständen beim Einlass und erneut beim Verlassen der Veranstaltung kommt, gibt es für Veranstalter auf der Homepage www.partypass.de hilfreiche Hinweise und Vorschläge, wie der Ablauf möglichst reibungslos abgewickelt werden kann.

Für die Alterskontrolle bei der Abgabe von Alkohol an Jugendliche unter 18 Jahren ist nach wie vor die Kennzeichnung durch farblich unterschiedliche Armbänder sinnvoll.

Für Rückfragen steht die Kommunale Suchtbeauftragte Gudrun Pelzer unter der Telefonnummer 07222/381-2114 oder E-Mail-Adresse g.pelzer@landkreis-rastatt.de zur Verfügung.