Naturschutzwarte befassen sich mit dem problematischen Kalikokrebs

37 Naturschutzwarte sind derzeit im Landkreis Rastatt und Stadtkreis Baden-Baden ehrenamtlich im Einsatz. Bei einer Arbeitstagung der Unteren Naturschutzbehörden würdigte Sébastien Oser, der Leiter des Amtes für Baurecht, Naturschutz, Recht und Ordnung im Landratsamt, dieses Engagement.

Oser stellte heraus, dass die Naturschutzwarte als direkte Ansprechpartner und damit als Mittler zwischen Natur und Mensch vor Ort eine wichtige Funktion innehaben. „Durch ihren Einsatz leisten sie einen großen Beitrag zur Erhaltung unserer Landschaft. Sie unterstützen damit aktiv das Hauptanliegen des Naturschutzes, Natur und Landschaft auch für künftige Generationen zu erhalten.“
 
Aufgabe der Naturschutzwarte ist es in erster Linie, die Besucher der freien Landschaft über die Vorschriften zum Schutz von Natur und Landschaft zu informieren. Darüber hinaus sind sie oft auch Experten für bestimmte Tiergruppen, sodass sie auch bei Fragen zum Artenschutz häufig beratend tätig sind.
 
Die Schwerpunkte der diesjährigen Tagung lagen auf den Themen „Artenschutz und Sanierung von Gebäuden“, „Sanierung des Rheinhochwasserdammes zwischen Rheinstetten und Rastatt“ sowie „Kalikokrebs“.
 
Bei einer anschließenden Exkursion bei Elchesheim-Illingen konnten die Teilnehmer bei einem mit Kalikokrebsen befallenen Gewässer die gebietsfremden Tiere direkt in Augenschein nehmen und sich von den katastrophalen Auswirkungen auf das Ökosystem überzeugen. So befinden sich in solchen Gewässern praktisch keine anderen Tiere und Pflanzen mehr, weil sie vom Kalikokrebs gefressen werden. Dadurch geht das ökologische Gleichgewicht in einem See vollkommen verloren.
 
 
Bild: Ein gefangener Kalikokrebs im Blickpunkt der Tagungsteilnehmer