Hubert Schmidutz im Kreistag verabschiedet

Als Hubert Schmidutz im Jahre 1986 zum Leiter des Jugendamtes im Landratsamt Rastatt bestellt wurde, war er für 36 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verantwortlich. In der jüngsten öffentlichen Kreistagssitzung wurde der Leitende Kreisverwaltungsdirektor in den Ruhestand verabschiedet. Seit April 2002 war er Leiter des Sozialdezernates und damit Chef von 340 Beschäftigten in fünf Ämtern mit einer Etatverantwortung über 146 Millionen Euro.

In seiner Laudatio ließ Landrat Jürgen Bäuerle die „Erfolgsstory des Hubert Schmidutz vom Diplom-Sozialarbeiter zum Sozialmanager“ Revue passieren. Nach Studium und ersten Berufsjahren in Emmendingen fand Schmidutz seine Lebensaufgabe im Landratsamt Rastatt, wo er als Leiter des Jugendamtes, später des Sozialamtes und schließlich als Dezernent die stetig wachsenden Aufgaben und Herausforderungen des Sozialwesens steuerte. Der Landrat wies darauf hin, dass Schmidutz in den 33 Jahren drei Landräte erlebt und eine Fülle neuer Aufgaben und Veränderungen in den Strukturen zu bewältigen hatte. Er lobte die Disziplin und Zuverlässigkeit des Dezernenten, der nicht nur eine ausgeprägte soziale Kompetenz habe, sondern auch die Fähigkeit besitze, Bedürfnisse und wirtschaftliche Belange in Einklang zu bringen.
 
In der Ära Schmidutz seien im Zuge der Verwaltungsreform die Eingliederungshilfe für behinderte Menschen, das Versorgungsamt und die Lebensmittelkontrolle in seine Zuständigkeit gewechselt. Auch die Eingliederung des Jugendamtes der Stadt Rastatt, die Umsetzung von Hartz IV, der Jobcenter, die Einrichtung des Pflegestützpunktes, die Betreuung der Flüchtlinge oder zuletzt der Aufbau einer Kommunalen Gesundheitskonferenz waren zukunftsweisende soziale Weichenstellungen, die Schmidutz mitgestaltete. Als Dezernent für die Volkshochschule entwickelte sich unter seiner Führung die erfolgreiche Bücherbus-Kooperation mit Baden-Baden und wurde eine neue Außenstellenkonzeption umgesetzt.
 
Landrat Jürgen Bäuerle würdigte den scheidenden Dezernenten als umsichtigen und erfahrenen Mit-Lenker und Mit-Denker an der Verwaltungsspitze. Er habe in den Jahren seiner Tätigkeit ein soziales Netz gestrickt, das stabil, tragfähig und eine gute Grundlage für eine vorbildliche Sozialarbeit sei.