Ein Sommertag auf dem Kaltenbronn - für Groß und Klein ein Erlebnis

Bei den hohen Sommertemperaturen im Tal ist es immer wieder eine schöne Erfrischung, auf den Kaltenbronner Höhen unterwegs zu sein. Wo „der“ Kaltenbronn beginnt oder endet, weiß keiner so genau. Gemeint ist die beschauliche Ortschaft mit nur wenigen Häusern, wie auch die Hochfläche mit den Hochmooren und den Wäldern soweit das Auge reicht.

Der kleine Weiler mit seinen vier denkmalgeschützten Häusern war schon im 19. und 20. Jahrhundert ein Geheimtipp für „Frischluftsuchende“. Und auch heute noch kommen Gäste aus Nah und Fern zum Wandern, Radfahren, Skilaufen, lecker Essen und das Naturmuseum zu besuchen. Das Infozentrum Kaltenbronn bietet in seiner multimedialen Dauerausstellung auf spannende Weise Information und Erlebnis rund um das Moor. Vergangene Jahrtausende und deren Zeitzeugen im Hochmoor, die Entwicklung von Tieren und Pflanzen werden sichtbar. Das lebendige Zusammenspiel von Natur und Mensch, seiner Geschichte und Kultur im Schwarzwald kann interaktiv erlebt werden. Im alten Jägerhaus stehen die selten gewordenen Tiere der Hochlagen, geheimnisvolle Hochmoore und die wilden, fast unberührten Bannwälder im Mittelpunkt. Auch über Totholz, Heidelbeere, die historische Jagd und die Badener und Schwaben lässt sich viel Neues erfahren.
 
In diesem Jahr dreht sich alles rund um den Wolf. In der aktuellen Sonderausstellung „ … und wenn der Wolf kommt? Alte Mythen und neue Erfahrungen“ will das Infozentrum umfassend über den Wolf aufklären. Seit der Rückkehr im Jahr 2000 gibt es in ganz Deutschland mittlerweile über 40 Rudel. Auch in den Vogesen und in der Schweiz häufen sich die Meldungen. Der strenge Schutz der Wölfe zeigt Wirkung, sie kehren zurück. Und auch im Nordschwarzwald ist seit einigen Monaten ein junger Wolf unterwegs.
 
Insgesamt legt die Ausstellung großen Wert darauf, die mit der Rückkehr des Wolfes nach Baden-Württemberg bestehenden Herausforderungen weder zu verharmlosen noch die alten Vorstellungen vom „bösen Wolf“ zu bedienen, wo aktuelle Forschungen ein anderes Bild zeichnen. Sie möchte nicht zuletzt aufzeigen, wie ein Zusammenleben von Mensch und Wolf in der heutigen Kulturlandschaft aussehen kann.
 
Die herrliche Landschaft des Kaltenbronn kann in kleinen und großen Touren auf gut ausgeschilderten Wegen erwandert und erradelt werden. Das kleine aber feine Hohlohmoor bietet sich für kürzere Touren an. Vom Hohlohturm, dem höchsten Punkt des Kaltenbronn, reicht der Blick ins Rheintal bis zu den Vogesen und weiter. Mit den Kindern geht’s nach dem Stopp am Rotwildgehege auf die Suche nach den Buchentrollen. Der schmale, verwunschen wirkende Trollpfad schlängelt sich entlang des Wanderweges zum Wildsee. Bei der Wanderung über den barrierefreien Bohlensteg des Wildseemoores überschreitet man die traditionsreiche badisch-württembergische Grenzlinie, die mitten durch das Herzstück des Wildseemoores verläuft. Am Ende des Steges ist ein Abstecher zur Grünhütte möglich, um einen der legendären Heidelbeerpfannkuchen zu genießen.
 
Geübte Wanderer gehen weiter und wandern bis zum Sommerberg in Bad Wildbad. Dort erwartet sie der Baumwipfelpfad, die neue Hängebrücke „WildLine“ und der Märchenweg „Das kalte Herz“. Und wer noch Bummeln möchte, fährt mit der Sommerbergbahn nach unten ins Städtle.
Die Tour ist natürlich auch in umgekehrter Reihenfolge machbar, mit Start in Bad Wildbad und dem Ziel, nach Kaltenbronn zu wandern.
Weitere Information unter www.infozentrum-kaltenbronn.de.
 

Bild: Traumhafte Landschaft: Das Hohlohmoor und der Wildsee
(Foto: LRA)