Besserer Kinderschutz durch erweitertes Führungszeugnis bei neben- und ehrenamtlich Tätigen in der Jugendhilfe

Mit dem am 1. Januar 2012 in Kraft getretenen Bundeskinderschutzgesetz soll der Kinderschutz in Deutschland weiter verbessert werden. Ein Ansatzpunkt dabei ist die Einführung eines erweiterten Führungszeugnisses bei neben- und ehrenamtlichen Tätigen in der Jugendhilfe. Über diesen Regelungsbereich informierte das Jugendamt des Landkreises Rastatt jetzt die Mitglieder des Jugendhilfeausschusses in seiner öffentlichen Sitzung. Das Gesetz sieht unter anderem den Ausschluss von einschlägig vorbestraften Personen im Rahmen von Tätigkeiten der Kinder- und Jugendhilfe vor.

„Ein weiterer wichtiger Schritt für den Kinderschutz ist damit erfolgt“, betonte Stefan Biehl, der Leiter des Jugendamtes im Landratsamt Rastatt. Durch entsprechende gesetzliche Vorgaben soll nunmehr verhindert werden, dass in kinder- und jugendnahen Bereichen Personen ehrenamtlich tätig werden, die rechtskräftig wegen einschlägiger Straftatbestände verurteilt wurden.

Aus diesem Grund haben die Jugendämter mit den freien Trägern der Jugendhilfe schriftliche Vereinbarungen zu schließen, um sicherzustellen, dass diese gesetzlichen Vorgaben eingehalten werden. Dies betrifft allerdings nur diejenigen freien Träger, die von der öffentlichen Jugendhilfe finanziell gefördert werden. Die in Frage kommenden Träger werden direkt durch das Jugendamt benachrichtigt und informiert.

Es besteht darüber hinaus für Träger (z. B. Verbände und Vereine), die im Bereich der Kinder- und Jugendhilfe tätig sind, aber keine öffentlichen Jugendhilfemittel erhalten, die Möglichkeit, ebenfalls eine entsprechende schriftliche Vereinbarung mit dem Kreisjugendamt zu treffen. Dadurch würde der Träger beispielsweise zum Ausdruck bringen wollen, dass er sich dem Anliegen des Kinderschutzes besonders verpflichtet fühlt.

Für Fragen stehen die Jugendreferenten im Landratsamt unter Telefon 07222 381-2257 gerne zur Verfügung. Erweitertes Führungszeugnis