Eine erste Brandmeldung – zum Glück ohne nennenswerte Folgen – ist aus dem Revier Steinmauern bereits eingetroffen. Sonne und Hitze dörren die Vegetation und die obere Bodenschicht stark aus. In den dichten Jungbeständen von Lothar steht die Luft und heizt sich massiv auf. Noch vorhandene Lücken lassen Sonne und Hitze bis auf den Boden dringen. Die Frühjahrsfeuchte ist in der oberen Bodenschicht zunehmend aufgebraucht. Gras, Laub und belassenes Totholz sind ein idealer Nährboden für Feuer.
Die vorherrschende sehr niedrige Luftfeuchtigkeit und anhaltende Temperaturen über 30 Grad sind klassisches Waldbrandwetter. Ein paar lokale Wärmegewitter können an der Situation nichts ändern. Besonders akut ist die Lage in den Wäldern der Rheinebene und dort in den Kiefernwäldern der Hardt. Aber auch im Schwarzwald steigt die Waldbrandgefahr.
Bereits eine achtlos weggeworfene Zigarette kann verheerende Folgen haben. Weit über die Hälfte aller Waldbrände entstehen jedes Jahr durch Unachtsamkeit und Fahrlässigkeit.
Waldbrände führen nicht nur zu großen finanziellen Schäden für die Waldbesitzer, sondern zerstören auf Jahre hinaus die Lebensgrundlagen für viele im Wald lebende Tiere und Pflanzen.
Wicht appelliert an die Umsicht und Besonnenheit der Bevölkerung. Er weist eindringlich auf das bestehende Rauchverbot und das Verbot von jeglichem offenen Feuer im Wald hin. Schon eine weggeworfene Zigarettenkippe könne derzeit katastrophale Folgen haben. Auch die beliebten Baggerseefeste mit Grillfeuer in Waldnähe können den Funken sprichwörtlich überspringen lassen. Das Kreisforstamt erinnert deshalb an die gängigen Verbote und Vorsichtsregeln:
- Vom 1. März bis 31. Oktober gilt im Wald grundsätzliches Rauchverbot!
- Feuermachen ist im Wald nur an den fest eingerichteten und speziell gekennzeichneten Feuerstellen erlaubt.
- Nicht gestattet ist das Grillen im Wald auf mitgebrachten Grillgeräten.
- Auch ein Feuer an erlaubten Stellen muss immer beaufsichtigt und vor dem Verlassen des Grillplatzes gelöscht werden.
- Offenes Feuer muss mindestens 100 Meter vom Waldrand entfernt sein.
Wichtig ist es zudem, dass Schranken und Wege nicht mit Fahrzeugen zugeparkt werden, damit im Notfall Feuerwehr und Rettungsfahrzeuge anfahren können.
Wer einen Waldbrand entdeckt, sollte diesen über die Notrufnummer 112 der Feuerwehr melden.








