AOK unterstützt Suchtprophylaxe des Sozialamtes - Erste Erfolge sind zu verzeichnen

Auf den jährlichen Spendenscheck der AOK Mittlerer Oberrhein kann sich die Kommunale Suchtbeauftragte im Landratsamt Rastatt, Gudrun Pelzer, verlassen. Mit der großzügigen Spende der Gesundheitskasse in Höhe von 7.640 Euro können sie und ihre Mitstreiter Maßnahmen durchführen, die den Drogenkonsum bei Jugendlichen verhindern sollen oder gefährdeten und bereits auffällig gewordenen jungen Menschen helfen. Landrat Jürgen Bäuerle freut sich über die kontinuierliche Unterstützung durch die AOK, die damit gesellschaftliche Verantwortung übernimmt und als einzige Krankenkasse die Suchtprophylaxe des Sozialamtes im Landratsamt unterstützt.

Die Bemühungen der Kommunalen Suchtbeauftragten werden von der Fachstelle Sucht unterstützt. Über 80 Veranstaltungen in diesem Jahr sollen dazu beitragen, das Bewusstsein in der Bevölkerung zu stärken, das Netz der Suchtprävention weiter auszubauen und Jugendliche und Eltern für die Gefahren zu sensibilisieren. Die Fördermittel der AOK Mittlerer Oberrhein fließen in Projekte wie beispielsweise Fortbildungen für Schulen und Vereine oder das „HaLT“-Projekt , das bei Festen und Veranstaltungen übermäßigen Alkoholkonsum von jungen Menschen bekämpft. Auch Schulklassenworkshops, Elternabende und die Schulung und Begleitung von Vereinen im Rahmen des Zertifizierungsprogramms gehören zu den Maßnahmen der Suchtprävention. Über 50.000 Euro lässt sich der Landkreis diese wichtige Aufgabe alljährlich kosten. Laut Gudrun Pelzer sind erste Erfolge zu erkennen.

Die alkoholbedingten Krankenhauseinlieferungen von Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren sind rückläufig und immer mehr Vereine konnten als Partner in der Suchtprävention gewonnen werden. Insgesamt 91 Vereine haben sich seit 2011 zum „Jugendfreundlichen Verein“ zertifizieren lassen.

Auch die gut besuchten Kurse für jugendliche Konsumenten von Cannabis und Amphetaminen, die große Resonanz bei den Fortbildungen für Schulsozialarbeiter und die zunehmende Thematisierung der Suchtproblematik in den Schulen wertet die Kommunale Suchtbeauftragte Gudrun Pelzer auch als Erfolg der guten Vernetzung und Kooperation der Fachstelle Sucht, Polizei, Schulsozialarbeit, Vereinen sowie der Städte und Gemeinden. Dieses Zusammenspiel der Akteure schaffe Rahmenbedingungen, die einen Missbrauch von Suchtmitteln erschweren und praktische Angebote zur Suchtprävention zum Einsatz bringen.

(Erstellt am 13. September 2017)