Aufnahmebehörde

Unterbringung und Eingliederung von Spätaussiedlern

Nach der Einreise in die Bundesrepublik Deutschland werden die Spätaussiedler, die nahezu ausschließlich aus den Ländern der ehemaligen Sowjetunion kommen, von der Bundesaufnahmestelle in Friedland über das Regierungspräsidium Karlsruhe direkt an die Stadt- und Landkreise verteilt und dort in sogenannten Staatlichen Übergangswohnheimen untergebracht sofern kein eigener Wohnraum vorhanden ist. Nach dem Eingliederungsgesetz ist die Nutzung dieser Übergangswohnheime auf ein Jahr befristet; diese Frist kann um ein weiteres Jahr verlängert werden, wenn ansonsten eine Obdachlosigkeit nicht vermieden werden kann.
 
Für die Unterbringung in den Wohnheimen zahlen die dort untergebrachten Spätaussiedler Gebühren, die sich nach der Rechtsverordnung des Landkreises Rastatt und dem Gebührenverzeichnis ergeben.

Das Land Baden-Württemberg erstattet dem Landkreis Rastatt für die Erfüllung dieser staatlichen Aufgabe eine einmalige Pauschale für jeden neu aufgenommenen Spätaussiedler nach der Änderung des Eingliederungsgesetzes zum 1. April 2004.

Im Einzelnen gliedert sich das Aufgabespektrum wie folgt:

  • vorläufige Unterbringung, Unterbringung im Staatlichen Übergangswohnheim
  • Wohnheimverwaltung
  • vorläufige Wohnortzuweisung
  • endgültige Wohnraumversorgung
  • Gebühreneinzug
  • soziale Beratung und Betreuung (wurde an den Caritasverband Rastatt übertragen)

Ansprechpartner

Staatliches Übergangswohnheim für Spätaussiedler
Alte Bahnhofstraße 10-14
76437 Rastatt
Telefon: 07222 786890
Fax: 07222 7868918

Soziale Beratung und Betreuung von Spätaussiedlern sowie Projektförderung zur Eingliederung jugendlicher Spätaussiedler

Die Integration von Spätaussiedlern ist ein wichtiges Anliegen der Landesregierung. Hierfür stellt das Land Haushaltsmittel für die soziale Beratung und Betreuung von Spätaussiedlern und für Projekte zur Eingliederung jugendlicher Spätaussiedler zur Verfügung.
 
Um den Stadt- und Landkreisen die gleiche Grundstruktur für die Betreuung zu gewähren, steht eine pauschale Kostenerstattung des Landes Baden-Württemberg zur Verfügung. Diese Aufgaben werden im Landkreis Rastatt mit diesen Mitteln vom Caritasverband Rastatt wahrgenommen.
 
Über die soziale Betreuung hinaus werden zur besseren Eingliederung jugendlicher Spätaussiedler gezielt Projekte mit Mitteln des Landes Baden-Württemberg gefördert. Im Landkreis Rastatt werden mit diesen Mitteln Projekte in Bühl, Hügelsheim und Rastatt gefördert.

Kontakt:

Caritasverband für den Landkreis Rastatt e.V.
Frau Schlosser
Alte Bahnhofsstraße 10
76437 Rastatt
Telefon: 07222 989282


Aufnahme und Unterbringung ausländischer Flüchtlinge und Sachleistungsgewährung

Mit dem Flüchtlingsaufnahmegesetz (FlüAG) wurde den Stadt- und Landkreisen in Baden-Württemberg zum 1. April 1998 die vorläufige Unterbringung ausländischer Flüchtlinge und deren Weiterleitung an die Gemeinden (Anschlussunterbringung nach Abschluss des Asylverfahrens) als staatliche Aufgabe übertragen. Vor dem Inkrafttreten des FlüAG waren hierfür die Regierungspräsidien zuständig.

In der Staatlichen Gemeinschaftsunterkunft Rastatt sind derzeit 4 Mitarbeiter beschäftigt.

Die staatliche Unterbringung ausländischer Flüchtlinge umfasst u.a.:

  • die Bereitstellung von Wohnraum und Wohnungsinventar
  • die Gewährung von Sachleistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz (Ernährung, Bekleidung, Hygieneartikel, Reinigungsmittel u.ä.)
  • die 14-tägige Auszahlung von Taschengeldern an die ausländischen Flüchtlinge
  • das Angebot gemeinnütziger Arbeitsgelegenheiten
  • die Bereitstellung von Schul- und Kindergartenplätzen
  • die ärztliche Versorgung
  • die soziale Beratung und Betreuung der Flüchtlinge. Dieser Aufgabenbereich wurde durch Vertrag der Diakonie übertragen.

Diakonisches Werk

Frau Alaoui
Telefon 07222/9298031

Herr Cumumula
Telefon 07222/9298032

Alte Bahnhofsstraße 10
76437 Rastatt

Das Land Baden-Württemberg erstattet dem Landkreis Rastatt durch das neue Flüchtlingsaufnahmegesetz seit dem 1. April 2004 eine Gesamtpauschale für jeden neu aufgenommenen ausländischen Flüchtling. Mit dieser Gesamtpauschale sind sämtliche Aufwendungen des Landkreises abgegolten (Unterkunft, Betriebskosten, Personalaufwand, soziale Betreuung, Sachleistungen für die Flüchtlinge, ...).

Mit Inkrafttreten des Flüchtlingsaufnahmegesetzes entfiel das frühere Verfahren der kommunalen Zuweisung von Asylbewerbern in die Gemeinden auf der Grundlage der jeweiligen Einwohnerzahlen (sogenannte "Kommunalquote"). Flüchtlinge, die aufgrund eines abgeschlossenen Asylverfahrens nicht mehr zum Aufenthalt in einer staatlichen Gemeinschaftsunterkunft verpflichtet sind, werden in die Anschlussunterbringung der Gemeinden aufgenommen.

Staatliche Gemeinschaftsunterkunft Rastatt
Alte Bahnhofstraße 14
76437 Rastatt
Telefon: 07222 786890
Fax: 07222 7868918